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JPMorgan beendet Haftungsrisiken im 1MDB-Skandal mit 330-Millionen-Dollar-Vergleich

Quelle: eulerpool

Mit dem 330-Millionen-Dollar-Vergleich beendet JPMorgan seine Haftungsrisiken im 1MDB-Skandal, bleibt aber unter regulatorischer Beobachtung.

JPMorgan hat sich bereit erklärt, 330 Mio. Dollar an die malaysische Regierung zu zahlen, um sämtliche Ansprüche im Zusammenhang mit dem milliardenschweren 1MDB-Skandal beizulegen. Das Geld fließt in den malaysischen Assets Recovery Trust Account. Laut gemeinsamer Mitteilung erfolgt die Zahlung ohne Schuldeingeständnis und schließt künftige Klagen aus.

Der Fall um den Staatsfonds 1MDB gilt als einer der größten Finanzbetrugsfälle der Geschichte. Ermittler gehen davon aus, dass mindestens 4,5 Mrd. Dollar durch ein Geflecht aus Scheingeschäften und Geldwäsche verschwanden – organisiert von dem heute flüchtigen Financier Jho Low. Der damalige Premierminister Najib Razak wurde später wegen Veruntreuung verurteilt und zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Mehrere internationale Banken gerieten ins Visier der Behörden. JPMorgans Schweizer Tochter wurde bereits 2021 von 1MDB verklagt. Am Freitag verhängte zusätzlich die Schweizer Staatsanwaltschaft eine Strafe von 3 Mio. Franken gegen das Institut, weil es zwischen 2014 und 2015 bei Überweisungen im Umfang von 174 Mio. Franken organisatorische Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche „nicht ausreichend“ umgesetzt habe.

Auch Goldman Sachs hatte sich bereits in einem milliardenschweren Vergleich mit Malaysia auf eine Zahlung von 3,9 Mrd. Dollar eingelassen. Die Bank räumte ein, mehr als 1 Mrd. Dollar an Bestechungsgeldern gezahlt zu haben, um das lukrative Underwriting-Mandat für 1MDB-Anleihen zu sichern, und musste zudem knapp 3 Mrd. Dollar an Strafzahlungen in den USA leisten.

JPMorgan erklärte, man habe die internen Kontrollsysteme seither massiv gestärkt und genieße wieder das Vertrauen internationaler Aufsichtsbehörden. Für Malaysia markiert der Vergleich einen weiteren Schritt zur finanziellen Aufarbeitung eines Skandals, der das Land politisch und wirtschaftlich erschütterte.