Trump-Regierung beendet CFPB-Ermittlungen gegen Credova, beflügelt PublicSquare-Aktie und stärkt Don Juniors Einfluss in der Parallelwirtschaft.
Die US-Verbraucherschutzbehörde CFPB hat eine unter Präsident Joe Biden eingeleitete Untersuchung gegen den Waffenfinanzierer Credova Financial eingestellt. In einem Schreiben an den Online-Marktplatz PublicSquare, zu dem Credova seit März 2024 gehört, bezeichnete die Behörde das Verfahren als „beispielhaft für die politische Instrumentalisierung gegen unliebsame Branchen und Personen“.
Die Entscheidung ließ die Aktie von PublicSquare am Dienstag um fast 20 Prozent steigen. Donald Trump Jr., der im Verwaltungsrat sitzt und knapp 700.000 Aktien im Wert von 1,5 Mio. Dollar hält, ist der 14.-größte Anteilseigner. Er hatte die Integration von Credova in das Unternehmen als Signal für die Stärkung einer „Parallelwirtschaft“ gefeiert.
Credova bietet Kunden Finanzierungslösungen nach dem Buy-now-pay-later-Modell und ist über eine Partnerschaft mit dem Onlinehändler GrabAGun präsent, der kürzlich via SPAC-Börsengang an den Markt kam. Dort läuft das Programm unter dem Motto „shoot now, pay later“. Auch an GrabAGun hält Trump Jr. Anteile.
Die Behörde warf der Biden-geführten CFPB vor, mit dem Ziel ermittelt zu haben, den Waffenverkauf über Finanzierungsmodelle zu unterbinden. Interne Vermerke hätten sogar vorgesehen, dass ein Vergleich nur möglich sei, wenn Credova die Finanzierung von Schusswaffen einstelle. Zudem sei der Druck auf PublicSquare nach Bekanntgabe von Trumps Aufsichtsratsmandat Ende 2023 erhöht worden.
Unter Präsident Donald Trump verfolgt die CFPB nun einen klaren Rückzugskurs. Ermittlungen gegen Unternehmen wie CapitalOne und Rocket Homes wurden ebenfalls eingestellt. PublicSquare-Gründer Michael Seifert sprach von einem „Sieg für unsere Händler, unsere Kunden und die Second-Amendment-Community“.



