CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig hat scharfe Kritik am Führungsstil von Kanzler Friedrich Merz geäußert. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung sagte sie, die schwarz-rote Regierung habe bislang „nichts Zählbares erreicht“ und Merz lasse sich von der SPD zu sehr treiben.
Ludwig warf dem Kanzler vor, nicht entschieden genug aufzutreten: „Solange Friedrich Merz diesen Kanzler-Mumm nicht zeigt, tanzen ihm die Linken weiter auf der Nase herum.“ Zudem forderte sie Fortschritte bei einem Corona-Untersuchungsausschuss und prangerte die Verzögerungen bei der Wahl neuer Verfassungsrichter an.
Besonders kritisierte sie die mangelnde Transparenz im Auswahlverfahren. Weder Lebensläufe noch Vorstellungsrunden habe es bislang für die Kandidaten gegeben. Ludwig plädierte für ein offenes „Townhall-Format“, um Vertrauen in den Prozess herzustellen.
Die CDU-Politikerin hatte bereits im Sommer gegen die von der SPD vorgeschlagene Juristin Frauke Brosius-Gersdorf gestimmt, die nach Plagiatsvorwürfen ihre Kandidatur zurückzog. Der neue Anlauf für die Richterwahl ist für den Herbst geplant.




