Während Airbus neue Rekordkurse erreicht, steckt Boeing trotz besserer Auslieferungszahlen weiter in Problemen. Die Börse reagiert entsprechend – die Spreu trennt sich vom Weizen.
Airbus lieferte im August 2025 61 Jets an 39 Kunden aus und liegt damit über dem US-Konkurrenten Boeing, der 57 Maschinen auslieferte. Auf Jahressicht summieren sich die Airbus-Auslieferungen bereits auf 434 Flugzeuge, bei Boeing auf 385. Besonders stark: Airbus sicherte sich im August 99 neue Bestellungen, Boeing nur 26.
Auch die Bewertung am Markt spiegelt die Entwicklung wider. Airbus markierte mit 195,26 Euro ein neues Allzeithoch, gestützt durch ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über 4,14 Millionen eigene Aktien. Boeing hingegen verlor über 3 % und fiel im Dow Jones auf den letzten Platz. Belastend bleibt die seit Anfang 2024 geltende Produktionsobergrenze von 38 Boeing-737-Max-Maschinen pro Monat, die noch immer nicht aufgehoben wurde.
Ein zusätzliches Problem: Das Prestigeprojekt 777-9 verzögert sich weiter. Die ersten Auslieferungen könnten frühestens 2026 erfolgen – sechs Jahre später als ursprünglich geplant. Die Verluste summieren sich bereits auf mehrere Milliarden Dollar.
Für Anleger zeigt sich ein klares Bild: Airbus profitiert von stabiler Nachfrage und Vertrauen am Markt, während Boeing weiter im Produktionschaos gefangen bleibt.




