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Lexikon

Joel Greenblatt (Investor)

Joel Greenblatt ist ein amerikanischer Hedgefonds-Manager. Mit seinem Fonds Gotham Capital und dessen Nachfolger verfolgt er hauptsächlich eine Value-Strategie. In der Finanzkrise verdiente Greenblatt durch „Glück“ eine große Menge an Geld.

Steckbrief

NameJoel Greenblatt
Geburtstag13.12.1957
HerkunftslandUSA
Unternehmen
Gotham Capital
Funktion in Unternehmen
Gründer, Hedgefonds-Manager
Geschätztes Vermögen
Unbekannt

Der Weg bis zum Fondsmanager

Greenblatt hat nach Abschluss seiner High-School ein Studium an der äußerst renommierten und elitären Wharton School der University of Pennsylvania begonnen. Dieses schloss er im Jahr 1979 mit der Bestnote „summa cum laude“ ab. Diese Note wird nur selten vergeben und zeigt, dass Greenblatt einer der besten Studenten seines Jahrgangs war.

Ein Jahr später schloss er einen Master of Business Administration (Master in Betriebswirtschaftslehre) ebenfalls an der Wharton School ab.

Seine Seminararbeit aus dem Studium mit dem Titel „How the small investor can beat the market“ wurde in der Fachzeitschrift „The Journal of Portfolio Management“ veröffentlicht. Dies ist für einen Studenten äußerst bemerkenswert. Im Normalfall sind die Autoren von Artikeln in solchen Zeitschriften bereits bekanntere Wissenschaftler.

Nach seinem Master startete Greenblatt ein Studium in Jura an der Stanford Law School. Dieses brach er nach einem Jahr ab, um einer Karriere im Finanzsektor nachzugehen.

Arbeit als Fondsmanager

Im Jahr 1985 gründete Greenblatt seinen eigenen Hedgefonds mit dem Namen Gotham Capital. Dieser hatte ein Startkapital von sieben Millionen Dollar.

Nach vier Jahren kam Robert Goldstein zum Fonds hinzu. Er wurde Geschäftspartner von Greenblatt und beide leiteten das Unternehmen ab dann gemeinsam.

Der Fonds spezialisierte sich auf unternehmerische Sonderfälle. Dies sind zum Beispiel größere Restrukturierungen oder Abspaltungen. Solche Ereignisse haben starken Einfluss auf den Kurs und werden unter anderem von Greenblatt ausgenutzt, um Gewinne zu erzielen.

Im Jahr 1995 wurde Gotham Capital zu einem geschlossenen Fonds. Dies bedeutet, dass keine Investitionen von neuen Anlegern möglich sind. Zum Zeitpunkt dieser Entscheidung hatte der Fonds ein Vermögen von circa 500 Millionen US-Dollar. Der Hedgefonds blieb bis ins Jahr 2009 mit wenigen Ausnahmen geschlossen.

Im Jahr 2008 hat Greenblatt einen zweiten Fonds mit dem Namen Gotham Asset Management gegründet. Dieser ist für alle geöffnet und soll der Nachfolger von Gotham Capital sein. Stand November 2019 hat sein zweiter Fonds ein Volumen von 5,6 Milliarden Dollar.

Anlagestrategie

Am Anfang seiner Karriere hat sich Greenblatt auf das Spekulieren von besonderen und außergewöhnlichen Vorfällen bei Unternehmen spezialisiert. Dazu zählt zum Beispiel, dass man auf eine Abspaltung von Unternehmensteilen hofft. Dies ist mindestens kurzfristig ein Grund für steigende Kurse.

Im Laufe der Zeit wandelte sich die Anlagestrategie hin zu einer Value-Strategie. Das bedeutet, dass Anteile an guten Unternehmen mit hoher Qualität zu günstigen Preisen gekauft werden. Die Strategie geht zurück auf Benjamin Graham („Vater der Fundamentalanalyse“) und ist somit auch sehr ähnlich zu der Methodik von zum Beispiel Warren Buffett.

Greenblatt hat das Buch „The Little Book that Beats the Market” geschrieben. Darin erklärt er die von ihm entwickelte Strategie „Magic Formula Investing“. Dies ist im Kern eine Value-Strategie. Sie lässt sich mit den Worten „Kaufe gute und günstige Firmen“ zusammenfassen.

Wie Greenblatt durch „Glück“ sehr viel Geld verdient hat

Im Jahr 2000 hat Michael Burry seinen Fonds Sion Capital gegründet. Dieser wurde in der Finanzkrise aufgrund seiner Wette gegen die Banken weltberühmt. Michael Burry hat 2007 und 2008 mit dieser Spekulation sehr viel Geld verdient.

Greenblatt investierte zur Gründung von Sion Capital eine Million Dollar in diesen Fonds. Dies machte damals 25 % des gesamten Fondsvermögens aus.

Im Jahr 2006 hatte sich diese eine Million verhundertfacht. Greenblatt wollte sein Geld von Michael Burry abziehen, da er mit dessen Wette gegen den Immobilienmarkt der USA nicht einverstanden war.

Aufgrund einer rechtlichen Finesse von Burry war das Abziehen von Kapital aber nicht so einfach möglich. Greenblatt wollte darauf hin Sion Capital verklagen. Bevor es zu einer Anzeige kam, stürzten die Kurse im Rahmen der Finanzkrise ab und Sion Capital profitierte extrem davon.

Als Investor in Sion Capital verdiente Greenblatt auch mit. Nach den Ereignissen um die Finanzkrise wurde das Investment in Burry und seinen Fonds noch vergrößert.

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