US-Banken warnen vor Stablecoin-Gesetz: Milliardenabflüsse und steigende Kreditkosten befürchtet
- US-Banken warnen vor Stablecoin-Regeln, die massive Einlagenabflüsse und höhere Kreditkosten verursachen könnten.
- Kryptobranche kritisiert Banken für protektionistische Argumente und sieht Stablecoins als wichtige Innovation.
US-Banken kritisieren neue Stablecoin-Regeln, die massive Einlagenabflüsse verursachen könnten. Branchenverbände wie die American Bankers Association warnen vor einem regulatorischen „Schlupfloch“, das Kryptobörsen erlaubt, indirekt Zinsen auf Stablecoins auszuschütten.
Das im Juli verabschiedete Genius Act verbietet Zinszahlungen auf Stablecoins. Banken dürfen eigene Coins herausgeben, jedoch ohne Zinsversprechen. Kryptobörsen könnten jedoch über Drittanbieter wie Circle oder Tether Belohnungen an Anleger weiterreichen, was Einlagenabflüsse auslösen könnte.
Ein Bericht des US Treasury schätzt, dass bis zu 6,6 Billionen Dollar an Bankeinlagen abfließen könnten. Dies könnte das Risiko von „deposit flight“ in Stressphasen erhöhen und die Kreditvergabe belasten. Höhere Zinsen und steigende Finanzierungskosten für Haushalte und Unternehmen wären die Folge.
Der Vergleich zu den 1980er-Jahren drängt sich auf, als höher verzinste Geldmarktfonds massive Abflüsse aus Girokonten verursachten. Experten erwarten, dass Banken höhere Refinanzierungskosten schultern müssten, was Kredite verteuern würde.
Die Kryptobranche weist die Argumente als protektionistisch zurück. Die Blockchain Association und der Crypto Council for Innovation kritisieren, dass Banken ein „uncompetitive payment stablecoin environment“ schaffen wollen. Coinbase-Chefjurist Paul Grewal wirft den Banken vor, die Konkurrenz zu fürchten.
Die Auseinandersetzung verdeutlicht die Frontstellung zwischen Wall Street und Kryptoindustrie. Die Trump-Regierung sieht Stablecoins als künftige Stütze der Nachfrage nach US-Staatsanleihen.