Norwegens Ölfonds trennt sich von Caterpillar und israelischen Banken
- Norwegens Ölfonds verkauft Caterpillar-Anteile und reduziert Israel-Engagements.
- Entscheidung basiert auf ethischen Bedenken und politischem Druck.
Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligung am US-Baumaschinenhersteller Caterpillar verkauft. Der Fonds war mit 1,2 Prozent einer der größten Aktionäre. Der Verkauf markiert das erste Mal, dass der Fonds ein nicht-israelisches Unternehmen wegen dessen Rolle in den palästinensischen Gebieten ausschließt.
Die Entscheidung basiert auf einer Empfehlung des Council on Ethics, das Caterpillar vorwirft, Bulldozer für die Zerstörung palästinensischen Eigentums bereitzustellen. Caterpillar habe keine Maßnahmen ergriffen, um diese Nutzung zu verhindern, was als Verletzung des humanitären Völkerrechts angesehen wird.
Zusätzlich hat der Fonds Anteile an fünf israelischen Banken, darunter Bank Leumi und Bank Hapoalim, verkauft. Diese Banken standen wegen der Finanzierung von Siedlungsprojekten im Westjordanland in der Kritik. Der Fonds reduzierte seine Israel-Engagements von 61 auf 33 Unternehmen.
Die Verkäufe erfolgen in einem politisch angespannten Umfeld. In Norwegen wächst der Druck auf den Fonds, sich aus Israel zurückzuziehen. Regierungsvertreter warnen jedoch vor möglichen US-Gegenreaktionen, da Anti-Boykott-Gesetze die Investitionen belasten könnten.