Tesla verliert in Europa rapide Marktanteile, während BYD und andere Wettbewerber von steigender Nachfrage profitieren.
Die Zahl der Tesla-Neuzulassungen in Großbritannien brach im Juli um 60 Prozent auf nur 987 Fahrzeuge ein, verglichen mit 2.462 im Vorjahresmonat. Damit setzte sich der Abwärtstrend nach einem 14-prozentigen Anstieg im Juni fort, wie Daten der Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT) zeigen. Im gleichen Zeitraum stiegen die Zulassungen des chinesischen Konkurrenten BYD um mehr als das Vierfache auf 3.184 Fahrzeuge.
Auch auf dem europäischen Festland verschlechterte sich Teslas Absatz deutlich: In Schweden gingen die Zulassungen um 86 Prozent auf 163 Fahrzeuge zurück, in Frankreich um 27 Prozent auf 1.307 Autos und in Belgien um 58 Prozent auf 460 Fahrzeuge. Dies geschah trotz der jüngsten Einführung einer überarbeiteten Version des Model Y.
Tesla steht nicht nur unter Druck durch die zunehmende Konkurrenz, sondern auch durch einen Imageschaden infolge der politischen Kontroversen von Elon Musk. Das Unternehmen gab am Montag bekannt, dass der Vorstand ein neues Aktienpaket von 96 Millionen Anteilen für Musk bewilligt hat, um den Gründer stärker auf die angeschlagene Kernmarke zu fokussieren. Das Paket kommt, während Musk weiterhin vor Gericht um einen zuvor für überzogen erklärten Vergütungsplan von 56 Milliarden Dollar kämpft.
Der Rückgang Teslas erfolgt vor dem Hintergrund eines insgesamt schwächeren Automarkts im Vereinigten Königreich. Die Gesamtzahl der Neuzulassungen sank im Juli um 5 Prozent auf 140.154 Fahrzeuge. Währenddessen sorgte Unsicherheit über die staatliche EV-Förderung für Zurückhaltung bei Käufern. So gab die Regierung bekannt, dass vier Citroën-Modelle von einem neuen Fördertopf in Höhe von 650 Millionen Pfund profitieren werden, was einen Kaufpreisnachlass von 1.500 Pfund ermöglicht. Dennoch fielen die Citroën-Zulassungen im Juli um 41 Prozent. Auch andere Marken litten: Fiat verlor 43 Prozent, Honda 46 Prozent, BMW 18 Prozent und Toyota 23 Prozent.




