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Rheinmetall und OHB im Wettstreit um Milliardenprojekt SATCOMBw Stufe 4

  • Deutschland plant mit SATCOMBw Stufe 4 ein eigenes militärisches Satellitennetzwerk bis 2029.
  • Rheinmetall und OHB konkurrieren mit Airbus um den Milliardenauftrag.

Deutschland plant mit SATCOMBw Stufe 4 ein eigenes militärisches Satellitennetzwerk, das bis 2029 einsatzbereit sein soll. Dieses Projekt könnte die strategische Architektur der Bundeswehr im All neu definieren und erinnert an das Starlink-Netz von SpaceX.

Rheinmetall und OHB wollen Airbus Defence and Space ausstechen und den Zuschlag für das Milliardenprojekt erhalten. Der Auftragswert wird auf acht bis zehn Milliarden Euro geschätzt, eingebettet in ein Gesamtbudget von 35 Milliarden Euro für militärische Weltraumfähigkeiten.

Rheinmetall strebt mit OHB ein Joint Venture an, um die Mehrheit zu sichern und als Generalunternehmer zu agieren. OHB bringt Erfahrung im Satellitenbau ein, während Rheinmetall Systemintegration und Finanzkraft bietet.

Airbus Defence and Space, Betreiber des bestehenden SATCOMBw-Systems, ist technologisch gut aufgestellt. Doch die Produktion in Frankreich und geplante Fusionen wecken in Berlin Sorgen vor Abhängigkeit und Fragmentierung.

Das Verteidigungsministerium betont den Wunsch nach nationalen Wertschöpfungsketten. Ein deutsches Konsortium unter Rheinmetall würde diesem Kurs entsprechen, während Airbus für eine europäische Lösung steht.

Das Projekt ist ein industriepolitisches Statement und ein Testfall für Deutschlands Anspruch, im militärischen Weltraumzeitalter eigenständig zu agieren. Der Ausgang des Wettbewerbs wird die Machtarchitektur der europäischen Rüstungs- und Raumfahrtindustrie beeinflussen.

Quelle: Eulerpool Research Systems