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Revolution Medicines: Merck beendet Übernahmegespräche – Aktie stürzt ab

  • Merck & Co beendet Übernahmegespräche mit Revolution Medicines, Aktie fällt zweistellig.
  • Revolution Medicines bleibt ein vielversprechendes Onkologie-Unternehmen mit Fokus auf RAS-Mutationen.

Die Hoffnung auf eine Übernahme von Revolution Medicines durch Merck & Co ist geplatzt. Medienberichte hatten zuvor den Aktienkurs beflügelt, doch nun verliert die Aktie zweistellig, nachdem die Gespräche über eine Akquisition beendet wurden.

Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass sich Merck & Co und Revolution Medicines nicht auf einen Kaufpreis einigen konnten. Zuvor wurde über eine Transaktion im Volumen von bis zu 32 Milliarden US-Dollar spekuliert.

Mit dem Rückzug von Merck ist klar, dass die Übernahmeprämie rein spekulativ war. An deutschen Handelsplätzen bricht die Aktie um 18 bis 20 Prozent ein, ein Rückfall auf das operative Bewertungsniveau.

Revolution Medicines entwickelt neuartige Wirkstoffe gegen RAS-Mutationen, die bei aggressiven Tumorarten eine zentrale Rolle spielen. Besonders im Fokus steht Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine der tödlichsten Krebsarten.

Für Pharmakonzerne wie Merck ist die Onkologie ein wichtiger Wachstumstreiber. Patentausläufe erhöhen den Druck, innovative Plattformen zu sichern. RAS galt lange als „undruggable“, doch erste Erfolge zeigen, dass gezielte Inhibitoren möglich sind.

Das Scheitern des Deals spricht weniger gegen die wissenschaftliche Qualität als gegen die Preisvorstellungen. In einem Umfeld hoher Zinsen prüfen Pharmakonzerne Übernahmen strenger auf ihren Kapitalwert.

Kurzfristig ist der Kurseinbruch eine logische Reaktion auf das Ende der Übernahmespekulation. Fundamental bleibt Revolution Medicines ein hochspezialisiertes Onkologie-Unternehmen mit einer vielversprechenden Pipeline.

Ob Merck oder ein anderer Big-Pharma-Konzern später erneut Interesse zeigt, bleibt offen. Die strategische Attraktivität des RAS-Ansatzes ist durch das Scheitern der Gespräche nicht geringer geworden.

Quelle: Eulerpool Research Systems