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Gescheiterte Übernahmegespräche: Puma-Aktie stürzt ab

  • Gespräche zwischen Anta Sports und der Pinault-Familie über einen Einstieg bei Puma sind gescheitert.
  • Die Puma-Aktie verlor mehr als 14 Prozent, Analysten sind über die Zukunft gespalten.

Die Hoffnung auf einen strategischen Befreiungsschlag durch Anta Sports hat sich zerschlagen. Die Gespräche mit der Pinault-Familie über einen Einstieg beim fränkischen Sportartikelhersteller Puma sind gescheitert. Die Aktie verlor daraufhin mehr als 14 Prozent.

Der Knackpunkt der Verhandlungen lag beim Preis. Anta Sports wollte keinen strategischen Aufschlag zahlen, der sich operativ nicht rechtfertigen lässt. Die Pinault-Familie hält über ihre Beteiligungsgesellschaft knapp 30 Prozent an Puma.

Der geplatzte Deal trifft Puma in einer heiklen Phase. Das Unternehmen kämpft mit sinkenden Umsätzen, Margendruck und Stellenabbau. CEO Arthur Hoeld bezeichnet 2025 als „Reset-Jahr“ und erwartet erst ab 2027 nennenswertes Wachstum.

Analysten sind gespalten. Im Konsens wird die Aktie bei rund 23,65 Euro gesehen, etwa 28 Prozent über dem aktuellen Niveau. Bank of America erwartet eine Stabilisierung ab 2026, sieht aber kurzfristig kaum Impulse.

Die Übernahmespekulation könnte dennoch bestehen bleiben. Namen wie Li Ning, Asics oder Adidas wurden bereits als potenzielle Interessenten gehandelt. Ohne konkreten Bieter verliert diese Fantasie jedoch ihren kurzfristigen Wert.

Entscheidend werden nun die Fundamentaldaten und die Fähigkeit des Managements, Umsatz und Margen zu stabilisieren. Am 26. Februar veröffentlicht Puma die Geschäftszahlen für 2025, ein wichtiger Orientierungspunkt.

Der gescheiterte Einstieg von Anta Sports entzieht der Puma-Aktie ihren wichtigsten kurzfristigen Kurstreiber. Investoren sehen Puma als klassischen Turnaround-Titel mit hohem Risiko. Ob der Kurssturz eine Einstiegschance ist, hängt von den operativen Fortschritten ab.

Quelle: Eulerpool Research Systems