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Nvidia: KI-Infrastruktur als Schlüssel zur Zukunft – Keine Blase, sondern Revolution

  • Nvidias CEO sieht KI-Investitionen als Beginn einer neuen technologischen Epoche, nicht als Blase.
  • Der chinesische Markt bleibt trotz US-Exportauflagen relevant, geopolitische Risiken schmälern Erträge, eliminieren sie aber nicht.

Während an den Börsen vor einer möglichen „KI-Blase“ gewarnt wird, widerspricht Nvidias CEO Jensen Huang. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos betont er, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur den Beginn einer neuen technologischen Epoche markieren.

Huang sieht die massiven Investitionen der Hyperscaler in Rechenzentren und Hochleistungs-GPUs als notwendige Basis für die Zukunft. Künstliche Intelligenz wird zur grundlegenden Infrastruktur, vergleichbar mit Elektrizität oder dem Internet.

Die Sorge, dass Cloud-Anbieter ihre Investitionen ab 2026 zurückfahren könnten, relativiert Huang. Wirtschaft und Staat stehen erst am Anfang eines mehrjährigen Kapazitätsausbaus. Für Nvidia bedeutet das: Die Nachfrage nach GPUs ist Ausdruck eines strukturellen Trends.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der chinesische Markt. Trotz US-Exportauflagen bleibt er für Nvidia relevant. Große chinesische Technologiekonzerne planen Bestellungen für regulierungskonforme Varianten der H200-Beschleuniger.

Nvidia entwickelt leistungsfähige Chips, die unterhalb der Exportgrenzen bleiben und dennoch attraktiv für KI-Modelle sind. Das geopolitische Risiko schmälert die Erträge, eliminiert sie aber nicht.

Das Management betont: KI ist kein Software-Hype, sondern ein physischer Infrastrukturzyklus. Rechenzentren werden zu „AI-Factories“, GPUs zu zentralen Produktionsmaschinen.

Nvidia ähnelt weniger einem zyklischen Halbleiterhersteller als einem Ausrüster einer neuen industriellen Revolution. Die hohe Bewertung spiegelt die Rolle als Schlüsselzulieferer einer globalen KI-Ökonomie wider.

Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 45 bleibt die Aktie teuer. Diese Prämie reflektiert die Erwartung, dass Nvidia seine Marktposition bei KI-Beschleunigern verteidigt.

Technisch liegt der Titel über den wichtigen gleitenden Durchschnitten, was den Aufwärtstrend unterstreicht. Rückschläge wären zu erwarten, wenn Investitionsausgaben einbrechen oder geopolitische Restriktionen den Absatz stärker dämpfen.

Die Bewährungsprobe für Huangs Infrastrukturthese folgt am 25. Februar mit den Quartalszahlen. Der Markt wird genau darauf achten, ob die Zahlen die langfristige KI-Infrastrukturstory bestätigen.

Quelle: Eulerpool Research Systems