Luxusuhrenhersteller kombinieren Motorsport, Avantgarde-Materialien und Himmelsmotive, um Chronographen 2024 zu technischen wie ästhetischen Statements zu machen.
Rolex hat mit der Cosmograph Daytona die Schlagzeilen des Jahres bestimmt. Gleich zwölf neue Varianten stellte die Marke vor, darunter drei mit Meteoriten-Zifferblatt. Am meisten Aufsehen erregte jedoch die Kombination aus Gelbgold und türkisfarbenem Lack – ein mutiger Bruch mit der klassischen Linie, getragen von Tennisstar Carlos Alcaraz bei seinem Triumph in Roland Garros.
Auch andere Hersteller setzen auf Motorsportbezüge. TAG Heuer kehrt als offizieller Zeitnehmer der Formel 1 zurück und präsentiert die legendäre Monaco als Split-Seconds-Chronograph in einer neuen TH-Titanium-Legierung. Das Hightech-Material, bekannt aus Luftfahrt und Turbinenbau, verleiht der Uhr nicht nur Leichtigkeit, sondern auch ein avantgardistisches, durch Hitze erzeugtes Muster.
Richard Mille zeigt die zweite Uhr aus der Partnerschaft mit Ferrari. Nach dem ultraflachen RM UP-01 von 2022 folgt nun die RM 43-01, ein Tourbillon-Split-Second-Chronograph – eine hochkomplizierte Weiterentwicklung, die die Affinität der Marke zu technischer Radikalität unterstreicht. Chopard wiederum ehrt mit einer auf 70 Stück limitierten Edition der Mille Miglia den legendären Stirling Moss, exakt 70 Jahre nach dessen Rekordsieg.
Der Blick richtet sich auch himmelwärts: Zenith und Omega integrieren Meteoriten-Zifferblätter in ihre neuesten Chronographen, während Jaeger-LeCoultre mit der Polaris eine Hommage an die Taucheruhren der 1960er Jahre liefert. IWC Schaffhausen schließlich setzt auf Materialästhetik und entwickelte mit Pantone eine neue Keramikfarbe: „Top Gun Miramar“, ein helles Blau, das sportliche Technik mit sommerlicher Leichtigkeit verbindet.




