Verlage reagieren auf Googles AI-Überblicke mit neuen Strategien
- Verlage verzeichnen sinkende Besucherzahlen durch Googles AI-Überblicke.
- Neue Strategien umfassen Abonnements, Events und Diversifikation.
Der Start von Googles AI Mode-Funktion hat bei Verlagen in den USA und Europa Besorgnis ausgelöst. Nutzer erhalten Antworten direkt aus KI-generierten Überblicken, was zu sinkenden Besucherzahlen führt, da weniger auf die ursprünglichen Quellen geklickt wird.
Studien zeigen, dass bis zu 80 Prozent der Nutzer bei fast der Hälfte ihrer Suchanfragen nicht mehr weiterklicken. Immediate-Media-Chef Sean Cornwell sieht einen klaren Abwärtstrend und setzt auf digitale Abonnements und den Aufbau von Autorenmarken.
Auch Reach-Chef Piers North spricht von einem fundamentalen Wandel im Such-Ökosystem. Er setzt auf eine breitere Mischung aus direkten Lesern, Social-Media-Zugriffen und Newsletter-Verbindungen, um die Abhängigkeit von Google zu reduzieren.
In den USA verfolgt People Inc die Strategie „Google Zero“, um Leser direkter an die eigenen Titel zu binden. Der Anteil des Traffics aus Google-Suchen ist von 65 Prozent vor fünf Jahren auf 30 Prozent gesunken.
Google betont, dass die organischen Klicks stabil geblieben sind. Laut Search-Chefin Liz Reid sind Klicks aus AI-Überblicken von höherer Qualität, da Nutzer länger auf den Zielseiten verweilen.
Die Branche sucht nach neuen Erlösquellen. Neben Abonnements gewinnen Konferenzen, Live-Events und Kooperationen an Bedeutung. Für Cornwell bleibt die Diversifikation entscheidend, um eine direkte Bindung zu den Nutzern aufzubauen.