EchoStar verkauft Frequenzen für 23 Mrd. USD an AT&T und beendet Netzaufbau
- EchoStar verkauft Frequenzen für 23 Mrd. USD an AT&T und beendet Netzaufbau.
- Aktienkurs steigt um 70,3 Prozent, Schuldenabbau und regulatorische Entlastung geplant.
EchoStar hat seine drahtlosen Frequenzrechte für 23 Milliarden USD an AT&T verkauft. Dieser Schritt beendet den jahrzehntelangen Versuch von Gründer Charlie Ergen, ein eigenes Mobilfunknetz in den USA aufzubauen, und verschafft dem Unternehmen dringend benötigte Liquidität.
Die Börse reagierte positiv: EchoStar-Aktien stiegen um 70,3 Prozent auf ein Rekordhoch, was den Börsenwert auf rund 14,5 Milliarden USD erhöhte. Zwischenzeitlich lag das Kursplus bei fast 85 Prozent.
Die FCC hatte EchoStar unter Druck gesetzt, da das Unternehmen trotz Investitionen von über 40 Milliarden USD kaum Fortschritte beim Aufbau eines 5G-Netzes zeigte. Boost Mobile wird künftig als Mobile Network Operator auf dem AT&T-Netz agieren.
EchoStar kämpft mit über 30 Milliarden USD Schulden. Der Verkauf soll helfen, regulatorische Bedenken der FCC zu zerstreuen. Die Transaktion wird voraussichtlich bis Sommer 2026 abgeschlossen sein, vorbehaltlich der Zustimmung durch die FCC.
AT&T setzte sich gegen SpaceX durch, das ebenfalls Interesse an den Frequenzen für Starlink zeigte. Ergen erklärte, der Verkauf sei notwendig, um langfristige Planungssicherheit zu schaffen. Die Geschäfte von Dish TV, Sling und Hughes bleiben unberührt.