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Nikkei und Asahi fordern Milliardenentschädigung von Perplexity wegen unlizenzierter KI-Nutzung

  • Nikkei und Asahi fordern 4,4 Milliarden Yen Schadenersatz von Perplexity wegen unlizenzierter Nutzung von Artikelinhalten.
  • Die Klagen könnten als Präzedenzfälle für künftige Lizenzmodelle im Bereich KI und Urheberrecht dienen.

Zwei führende japanische Medienhäuser, Nikkei und Asahi Shimbun, haben in Tokio Klage gegen die KI-Suchmaschine Perplexity eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, Artikelinhalte ohne Genehmigung kopiert und technische Schutzmechanismen ignoriert zu haben.

Die Verlage fordern jeweils 2,2 Milliarden Yen Schadenersatz und die Löschung der betroffenen Artikel. Perplexity habe Antworten erstellt, die fälschlicherweise den Zeitungen zugeschrieben wurden, was die Glaubwürdigkeit der Redaktionen untergrabe.

Nikkei kritisiert Perplexity für das Trittbrettfahren auf journalistischer Arbeit, ohne Entschädigung zu zahlen. Die Unternehmen warnen, dass die Basis des Journalismus gefährdet sei, wenn diese Praxis nicht gestoppt werde.

Mit der Klage schließen sich Nikkei und Asahi internationalen Medienhäusern an, die rechtlich gegen KI-Firmen vorgehen. Auch Yomiuri, die New York Times und andere haben Perplexity wegen der Nutzung ihrer Inhalte ins Visier genommen.

Perplexity verweist auf Revenue-Sharing-Modelle mit Partnern wie Time und dem Spiegel. Die Einnahmen des Start-ups basieren jedoch primär auf Abonnements, mit über 30 Millionen Nutzern, hauptsächlich in den USA.

Juristen sehen die japanischen Verfahren als Präzedenzfälle. Japans Urheberrecht ist in Teilen offen für KI-Training, aber es gibt klare Einschränkungen. Diese Klagen könnten den Rahmen für künftige Lizenzmodelle setzen.

Quelle: Eulerpool Research Systems