Mercedes verkauft Nissan-Anteil: Auswirkungen auf Sanierung und Marktposition
- Mercedes verkauft seinen 3,8-Prozent-Anteil an Nissan für ¥47,8 Mrd., was den Aktienkurs von Nissan belastet.
- Nissan steht vor Herausforderungen: Sanierungsprogramm, Absatzprobleme und gescheiterte Partnerschaften.
Mercedes-Benz hat seinen gesamten 3,8-Prozent-Anteil an Nissan für ¥47,8 Mrd. verkauft. Der Verkaufspreis lag unter dem Vortagesschlusskurs, was zu einem Kurssturz der Nissan-Aktie um 6,3 Prozent führte.
Der Verkauf kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für Nissan. CEO Ivan Espinosa, seit April im Amt, plant ein Sanierungsprogramm mit Kostensenkungen von ¥500 Mrd., Stellenabbau und Werksschließungen.
Nissan kämpft mit Absatzproblemen und fiel erstmals aus den Top Ten der weltgrößten Autobauer. Der Marktwert liegt unter 10 Mrd. Dollar, die Aktie verlor seit Jahresbeginn 28 Prozent.
Strategische Partnerschaften brachten wenig Stabilität. Fusionsgespräche mit Honda scheiterten, und Renault, größter Anteilseigner, erwägt einen Teilverkauf. Foxconn zeigt Interesse am E-Auto-Markt.
Die Allianz zwischen Nissan und Mercedes begann 2010, verlor aber an Bedeutung. Mercedes erklärt den Ausstieg als „Portfoliobereinigung“.