Der Koblenzer Gasfeder- und Dämpfungsspezialist Stabilus ist mit deutlichen Rückgängen in das Geschäftsjahr 2025/26 gestartet. Vor allem die anhaltende Schwäche im globalen Automobilmarkt und negative Währungseffekte belasteten Umsatz und Ertragskraft. Dennoch hält der Vorstand an seinen Jahreszielen fest und verweist auf laufende Maßnahmen zur strukturellen Stärkung des Unternehmens.
Im ersten Quartal sank der Konzernumsatz um 10,7 Prozent auf 291,1 Millionen Euro. Hauptursachen waren ein schwieriges Marktumfeld im Automobilsektor – insbesondere in China – sowie ungünstige Wechselkursentwicklungen.
Auch die Profitabilität litt spürbar:
Damit verzeichnete Stabilus sowohl absolut als auch relativ einen deutlichen Margenrückgang.
Besonders stark wirkte sich die Eintrübung im chinesischen Automobilmarkt aus. Der weltweit wichtigste Absatzmarkt für viele Zulieferer leidet unter Preisdruck, Überkapazitäten und einer schleppenden Nachfrage. Diese Entwicklung traf auch Stabilus, dessen Produkte – etwa Gasfedern, Dämpfer und mechatronische Systeme – in zahlreichen Fahrzeugmodellen verbaut werden.
Vorstandschef Michael Büchsner sprach von einem „weiterhin herausfordernden Marktumfeld“, betonte jedoch zugleich, dass das Unternehmen seine strategische Transformation entschlossen vorantreibe.
Trotz des schwachen Quartals hält das Management an seiner Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/26 fest. Erwartet werden weiterhin:
Damit signalisiert der Vorstand Vertrauen in eine Stabilisierung der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf sowie in die Wirkung der eingeleiteten Effizienz- und Strukturprogramme.
Der Ergebniseinbruch im Auftaktquartal unterstreicht die Abhängigkeit von der zyklischen Automobilkonjunktur und den Einfluss externer Faktoren wie Währungen und regionaler Marktentwicklungen. Gleichzeitig zeigt die bestätigte Prognose, dass Stabilus den Rückgang als temporär einstuft und auf eine Erholung in den kommenden Quartalen setzt.
Für Investoren bleibt der SDax-Konzern damit ein klassischer Zykliker: kurzfristig unter Druck, langfristig jedoch mit solider Marktposition und klarer Ergebniszielspanne – sofern sich das globale Automotive-Umfeld stabilisiert.



