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Ford und GM verhandeln über Rettungspaket für insolventen Zulieferer First Brands Group

  • Ford und GM verhandeln über Rettungspaket für First Brands Group.
  • Ziel ist die Sicherung der Lieferketten während des Chapter-11-Verfahrens.

Die US-Autoriesen Ford und General Motors führen Gespräche mit dem insolventen Zulieferer First Brands Group. Ziel ist es, die Versorgung mit kritischen Bauteilen während des Chapter-11-Verfahrens zu sichern und Produktionsstillstände zu vermeiden.

Ein Konsortium mehrerer Autobauer plant, künftige Teilelieferungen im Voraus zu bezahlen. Dies würde First Brands kurzfristig Liquidität verschaffen, um den Betrieb während des Sanierungsverfahrens aufrechtzuerhalten. Die Verhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss, ein Scheitern ist jedoch noch möglich.

Ford ist besonders betroffen, da der Konzern wichtige Komponenten für den F-150 von First Brands bezieht. Ein Ausfall des Zulieferers könnte die Lieferketten erheblich stören.

First Brands hat Ende September Gläubigerschutz beantragt. Die Verbindlichkeiten werden auf 10 bis 50 Milliarden Dollar geschätzt, während die Vermögenswerte zwischen 1 und 10 Milliarden Dollar liegen. Zum Portfolio gehören Marken wie Autolite, Cardone und Brake Parts.

Der Konzern plant, Teile des Nordamerika-Geschäfts herunterzufahren, während andere Sparten weiterlaufen. Parallel wird ein Verkaufsprozess geprüft, der sowohl den Gesamtverkauf als auch die Veräußerung einzelner Geschäftsbereiche umfasst.

Der Fall verdeutlicht die wachsende Verwundbarkeit der Lieferketten. Steigende Zinsen, hohe Schulden und der Strukturwandel zur Elektromobilität setzen viele Zulieferer unter Druck. Für Hersteller wie Ford und GM geht es um die Stabilität ganzer Wertschöpfungsketten.

Eine Rettungsfinanzierung für First Brands wäre weniger ein klassischer Sanierungsfall als vielmehr eine strategische Maßnahme, um Produktionsausfälle und Dominoeffekte in der US-Autoindustrie zu verhindern.

Quelle: Eulerpool Research Systems