Micron investiert 24 Milliarden US-Dollar in neue NAND-Fabrik in Singapur
- Micron investiert 24 Milliarden US-Dollar in eine neue NAND-Fabrik in Singapur.
- Die weltweite Knappheit bei Speicherchips könnte bis Ende 2027 anhalten.
Der US-Speicherchip-Hersteller Micron plant eine massive Expansion in Asien. Mit einer Investition von 24 Milliarden US-Dollar wird in Singapur eine neue Fabrik für moderne NAND-Speicher errichtet, um den angespannten Markt für KI- und Rechenzentrumschips zu bedienen.
Die hochmoderne Wafer-Fabrik soll ab der zweiten Jahreshälfte 2028 in Betrieb gehen. Auf einer Reinraumfläche von 65.000 Quadratmetern werden Speicherchips produziert, um die steigende Nachfrage nach NAND-Flash zu decken, die durch Rechenzentren und KI-Anwendungen getrieben wird.
Bereits 98 Prozent von Microns Flash-Speicherchips stammen aus Singapur. Zusätzlich wird dort eine Anlage zur Verpackung von High-Bandwidth-Memory für sieben Milliarden Dollar gebaut, die 2027 in Produktion gehen soll. Dies stärkt Singapurs Rolle in der globalen Halbleiter-Lieferkette.
Branchenexperten erwarten, dass die Knappheit bei DRAM- und NAND-Speichern bis Ende 2027 anhält. Die Nachfrage aus Cloud-Rechenzentren und KI-Anwendungen wächst schneller als die Produktionskapazitäten, was laut TrendForce zu einem Preisanstieg bei Unternehmens-SSDs um bis zu 60 Prozent führen könnte.
Auch die Konkurrenz reagiert: Samsung und SK Hynix beschleunigen ihre Produktionspläne. Micron verhandelt über den Kauf einer Fabrik in Taiwan, um DRAM-Kapazitäten zu sichern. Der Wettlauf um Speicherchips wird ein zentraler Faktor für die nächste Phase des KI-Infrastrukturzyklus.