Mit der Übernahme von Blueprint Medicines will Sanofi seine Pipeline in der Immuntherapie strategisch und global ausbauen.
Sanofi greift tief in die Kasse, um seine Position in der Immuntherapie auszubauen und sich auf dem wichtigen US-Markt stärker zu verankern. Der französische Pharmakonzern bietet 129 US-Dollar pro Aktie in bar für Blueprint Medicines, was einem Basisvolumen von rund 9,1 Milliarden Dollar entspricht. Bei Erreichen bestimmter Meilensteine in der Arzneimittelentwicklung steigt der Kaufpreis auf bis zu 9,5 Milliarden Dollar. Damit zahlt Sanofi einen Aufschlag von über 27 Prozent auf den Schlusskurs der Blueprint-Aktie vom Freitag (101,35 Dollar).
Kern der Transaktion ist das bereits zugelassene Medikament gegen Systemische Mastozytose (SM), eine seltene, chronisch verlaufende Immunerkrankung. Mastzellen sammeln sich dabei in inneren Organen und Knochenmark – mit teils lebensbedrohlichen Folgen. Blueprint verfügt nicht nur über das einzige zugelassene Präparat gegen diese Krankheit, sondern arbeitet auch an innovativen Nachfolgewirkstoffen und weiteren Therapien gegen Immunerkrankungen.
„Die Übernahme verbessert unsere Pipeline und beschleunigt die Transformation in den weltweit führenden Anbieter von Immuntherapien“, erklärte Sanofi-CEO Paul Hudson. Strategisch steht die Transaktion in einer Linie mit Sanofis erklärtem Ziel, sich auf komplexe Biopharma-Innovationen zu konzentrieren. Mit der Akquisition verstärken die Franzosen zudem ihre Forschungskapazitäten in den USA – dem weltweit bedeutendsten Pharmamarkt.
Der Deal folgt auf eine Reihe von Transaktionen europäischer Pharmakonzerne, die ihre Positionen in der Immunologie und Onkologie durch US-Übernahmen gezielt stärken. Analysten werten den Schritt als richtungsweisend für Sanofis langfristige Ausrichtung auf margenstarke Spezialtherapien mit globalem Wachstumspotenzial.




