UBS zahlt 300 Millionen Dollar und beendet damit endgültig eine Altlast aus dem Hypothekenstreit der Credit Suisse.
UBS hat sich mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von 300 Millionen Dollar geeinigt und damit einen weiteren juristischen Altfall der übernommenen Credit Suisse abgeschlossen. Der Fall geht auf ein Verfahren zurück, das sich auf die fehlerhafte Vermarktung von Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) vor der Finanzkrise 2008 bezieht.
Mit dem Vergleich löst UBS die verbleibenden Verpflichtungen aus einer Vereinbarung der Credit Suisse mit US-Behörden aus dem Jahr 2017 auf. Diese umfasste ursprünglich auch eine Reihe von sogenannten „consumer relief“-Maßnahmen, die nun mit der pauschalen Zahlung abgegolten werden. Die Bank teilte mit, dass sie im dritten Quartal eine entsprechende Entlastung im Non-Core-Bereich bilanzieren werde.
UBS hatte die Credit Suisse im März 2023 im Rahmen einer staatlich orchestrierten Notübernahme übernommen und ist seither mit der Abarbeitung juristischer Altlasten beschäftigt. Bereits im Mai hatte die Bank eine Zahlung von 511 Millionen Dollar geleistet, um einen weiteren Fall zu beenden, bei dem es um Beihilfe zur Steuerhinterziehung durch vermögende US-Kunden ging.
Mit der aktuellen Einigung ist ein weiterer Rechtsstreit aus der Finanzkrise bereinigt. UBS selbst hatte im vergangenen Jahr noch 1,44 Milliarden Dollar zur Beilegung eines ähnlichen Falls gezahlt – es war die letzte offene US-Klage gegen ein großes Wall-Street-Haus im Zusammenhang mit der Subprime-Krise.
Parallel dazu ordnete UBS kürzlich einen Rückzug aus dem Vertrieb komplexer Devisenprodukte an. Hintergrund sind Verluste von Kunden, die im Zuge der überraschenden US-Zollankündigungen durch Präsident Trump im April entstanden. Die Bank hat inzwischen über 100 „Goodwill“-Zahlungen geleistet und interne Vorgaben für den Verkauf strukturierter FX-Produkte verschärft.




