Prada übernimmt Versace: Strategische Neupositionierung für 1,25 Milliarden Euro
- Prada übernimmt Versace für 1,25 Milliarden Euro, um eine italienische Luxusgruppe zu schaffen.
- Die strategische Neupositionierung soll Versace neues Leben einhauchen und die Marke zurück auf Wachstumskurs bringen.
Prada hat Versace für 1,25 Milliarden Euro übernommen, um eine italienische Luxusgruppe zu schaffen, die mit LVMH und Kering konkurrieren kann. Der Deal, der Schulden beinhaltet, wurde in Mailand bestätigt und ist die größte Akquisition in Pradas Geschichte.
Prada-CEO Andrea Guerra sieht großes Potenzial in Versace. Ziel ist es, die Marke strategisch zu revitalisieren und operativ neu aufzustellen, gestützt auf Pradas vertikalisierte Struktur und gefestigte Prozesse.
Die Integration erfolgt in Pradas solide Konzernstruktur, die Marken wie Miu Miu umfasst. Prada verfügt über 450 Millionen Euro an Barreserven, die gezielt investiert werden. Die Übernahme wird vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.
Versace hatte unter Capri Holdings operativ nicht wie geplant performt. Geopolitische Risiken und die US-Zollpolitik führten zu einem reduzierten Kaufpreis. Prada bringt die Marke zurück in italienische Hände und interpretiert das Erbe personell neu.
Versace bleibt mit über 230 Boutiquen und 640 Verkaufsstellen weltweit etabliert. Beobachter sehen in Prada den strategisch besser aufgestellten Eigentümer, der Synergien heben und die Marke zurück auf Wachstumskurs bringen kann.