Ford plant Batterielieferungen von BYD für neue Hybridstrategie – Politische Spannungen in den USA
- Ford verhandelt mit BYD über Batterielieferungen für neue Hybridstrategie.
- Politische Spannungen in den USA wegen Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten.
Ford überdenkt seine Elektrifizierungsstrategie und setzt verstärkt auf Plug-in-Hybride. Die Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen war rückläufig, während die Hybridverkäufe im letzten Quartal um 18 Prozent auf 55.000 Fahrzeuge stiegen.
Ford-CEO Jim Farley will das erfolgreiche Hybridkonzept des F-150 auf weitere Modelle ausweiten. Dafür benötigt Ford leistungsfähige und kostengünstige Batterien in großen Mengen.
Das Wall Street Journal berichtet, dass Ford mit dem chinesischen Unternehmen BYD über die Lieferung von Batterien für Hybridfahrzeuge verhandelt. Diese Batterien sollen internationale Ford-Werke außerhalb der USA versorgen.
Im Fokus stehen LFP-Batterien mit Blade-Technologie von BYD, die sich durch hohe Sicherheit, lange Lebensdauer und niedrige Kosten auszeichnen. Diese Batterien werden bereits in vielen Plug-in-Hybriden von BYD eingesetzt.
BYD ist der größte Elektroautohersteller der Welt und ein führender Produzent von Traktionsbatterien. 2025 stiegen die Batterieauslieferungen um 47 Prozent auf 286 Gigawattstunden.
Zu den Kunden von BYD gehören Xiaomi, XPeng, Nio, Geely und zeitweise auch Tesla. Ford nutzt bereits BYD-Zellen im Joint Venture mit Changan in China.
Politisch ist die Kooperation sensibel. Trumps Handelsberater Peter Navarro warnte vor Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten. Auch John Moolenaar, Vorsitzender des China-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, äußerte Bedenken.
Ford zeigt sich zurückhaltend. Ein Sprecher erklärte, man stehe mit vielen Unternehmen in Gesprächen. BYD wollte die Berichte nicht kommentieren.
Ford steht vor einem Zielkonflikt: wirtschaftliche Effizienz und technologische Stärke versus geopolitische Risiken und politischer Druck. Eine Kooperation mit BYD könnte außerhalb der USA angesiedelt werden, um politische Konsequenzen zu minimieren.
In der neuen Phase der Elektrifizierung entscheiden nicht nur Technik und Kosten, sondern auch Geopolitik über Partnerschaften in der Autoindustrie.