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Asiatische Aktienmärkte erreichen Rekordhoch trotz handelspolitischer Spannungen

  • Asiatische Aktienmärkte erreichen trotz US-Zolldrohungen neue Rekordstände.
  • Starke Quartalszahlen der US-Techgiganten stützen die positive Marktstimmung.

Die asiatischen Aktienmärkte erreichten am Dienstag ein neues Rekordhoch, trotz handelspolitischer Drohungen aus Washington. Die Aussicht auf starke Quartalszahlen der US-Techgiganten überlagerte die Unsicherheit durch Präsident Trumps Ankündigung, die Zölle auf Importe aus Südkorea auf 25 Prozent anzuheben.

Der südkoreanische Leitindex KOSPI stieg nach anfänglichen Verlusten um mehr als zwei Prozent auf ein neues Rekordniveau. Der Markt schüttelte die Belastung durch Trumps Zollankündigung schnell ab.

Die positive Stimmung wurde von der Erwartung einer starken Berichtssaison in den USA getragen. Microsoft, Apple und Tesla legen in den kommenden Tagen ihre Zahlen vor. Nasdaq-Futures stiegen im asiatischen Handel um 0,5 Prozent.

Präsident Trump erklärte, Südkorea halte sich nicht ausreichend an Handelsabkommen. Die Anhebung der US-Zölle auf südkoreanische Importe wäre ein Belastungsfaktor für die exportorientierte Elektronik- und Autoindustrie.

Marktstrategen hoffen auf Deeskalation. Ein Besuch des südkoreanischen Industrieministers in Washington könnte die Spannungen entschärfen und Zeit für Nachverhandlungen gewinnen.

Die politische Unsicherheit und ein schwächerer US-Dollar trieben die Nachfrage nach sicheren Häfen. Rohstoffstrategen erwarten bei anhaltender Unsicherheit und Dollarschwäche einen höheren Goldpreis im Jahresverlauf.

Der US-Dollar bleibt schwach. Gegenüber dem Yen verlor er in den letzten zwei Tagen 2,6 Prozent. Spekulationen über eine mögliche Intervention zur Stabilisierung der japanischen Währung beeinflussten den Kurs.

Auch gegenüber einem Korb aus sechs Leitwährungen notiert der Dollar nahe einem 4½-Monats-Tief. Diese Entwicklung stützt Rohstoffe und Schwellenländeraktien, erhöht aber die Nervosität an den Devisenmärkten.

Am Rohölmarkt überwog Vorsicht. Zusätzliche Liefermengen aus Kasachstan drückten die Preise. US-Staatsanleihen stabilisierten sich, die Rendite zehnjähriger Treasuries stieg leicht auf 4,23 Prozent.

Die Märkte senden ein klares Signal: Solange die Gewinnperspektiven der großen Technologieunternehmen intakt bleiben, überwiegt die Risikobereitschaft. Der Anstieg von Gold und Silber zeigt jedoch, dass geopolitische Risiken nicht ausgeblendet werden.

Die Kombination aus Rekordständen an den Aktienmärkten und Flucht in sichere Häfen deutet auf ein fragiles Gleichgewicht hin: Optimismus über Unternehmensgewinne trifft auf Zweifel an der Stabilität der globalen Wirtschaftsordnung.

Quelle: Eulerpool Research Systems