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WTO-Prognose: Trumps Zölle bremsen weltweiten Handel bis 2025

  • WTO senkt Prognose für globalen Warenhandel 2025 wegen Trumps Zöllen.
  • China reagiert mit Gegenmaßnahmen, WTO warnt vor Eskalation.

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat ihre Prognose für den globalen Warenhandel gesenkt. Für 2025 wird ein Rückgang um 0,2 % erwartet. Ohne die US-Zollpolitik wäre ein Wachstum von fast drei Prozentpunkten mehr möglich gewesen.

Die von US-Präsident Donald Trump eingeführten „reciprocal tariffs“ sind der Hauptgrund für die Korrektur. Diese Zölle, zwischen 10 % und 50 %, wurden als Reaktion auf Handelsdefizite mit China und anderen Staaten eingeführt.

Die WTO warnt, dass bei Durchsetzung der Maximalzölle der weltweite Warenhandel 2025 um bis zu 1,5 % schrumpfen könnte. Besonders Nordamerika wird unter den neuen Regeln leiden, während Europa und Asien moderates Wachstum erwarten.

Auch der Dienstleistungssektor ist betroffen. Das Wachstum im Handel mit kommerziellen Dienstleistungen wird für 2025 nur noch mit 4 % beziffert, nach 6,8 % im Vorjahr.

China hat mit Gegenmaßnahmen reagiert, darunter eigene Zölle und Einschränkungen beim Export kritischer Rohstoffe. Die WTO warnt vor einer Eskalation des Zollkonflikts, die Inflationserwartungen anheizen könnte.

Der Rückgang im US-chinesischen Warenverkehr könnte zu Handelsumlenkungen führen. Chinesische Exporteure suchen neue Märkte, was Spannungen in Drittländern verstärken könnte.

Langfristig schwächen höhere Zölle den Handel und bremsen die wirtschaftliche Dynamik, trotz kurzfristiger Effekte wie Einnahmensteigerung und Produktionszuwächse.

Quelle: Eulerpool Research Systems