Der US-Modekonzern Ralph Lauren hat im dritten Geschäftsquartal die Erwartungen der Analysten bei Umsatz und Gewinn übertroffen. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine spürbare Abschwächung der Wachstumsdynamik in wichtigen Kernmärkten. Die Aktie reagierte mit deutlichen Kursverlusten.
In Nordamerika stiegen die vergleichbaren Umsätze um sieben Prozent. Damit blieb das Wachstum zwar unter dem Vorjahreswert von acht Prozent, lag jedoch über den Markterwartungen.
In Europa stagnierte das Geschäft. Im entsprechenden Vorjahresquartal hatte die Region noch ein kräftiges Plus von 17 Prozent verzeichnet. Die starke Vorjahresbasis sowie eine schwächere Konsumdynamik dürften hier eine Rolle gespielt haben.
Der Konzern erzielte im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 6,22 US-Dollar und übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen.
Trotz der operativen Stärke reagierte der Markt skeptisch. Die Aktie verlor am Donnerstag zeitweise 6,3 Prozent. Zuvor hatte das Papier im Gesamtjahr 2025 noch um 53 Prozent zugelegt, was die Erwartungshaltung entsprechend hoch erscheinen lässt.
Für das Gesamtjahr zeigte sich das Management optimistischer. Ralph Lauren rechnet nun für das Geschäftsjahr 2026 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Zuvor hatte das Unternehmen lediglich ein Plus von fünf bis sieben Prozent in Aussicht gestellt.
Damit signalisiert der Konzern trotz nachlassender Dynamik in einzelnen Regionen weiterhin robuste Nachfrage nach der Marke. Entscheidend wird sein, ob sich das Wachstum in Europa wieder beschleunigen lässt und die Margen in einem zunehmend herausfordernden Konsumumfeld stabil bleiben.



