Under Armour: Stabilisierungssignal und angehobene Prognose trotz Restrukturierungskosten
- Under Armour hebt Prognose nach unerwartetem Quartalsgewinn an.
- Aktie reagiert vorbörslich mit einem Plus von vier Prozent.
Der US-Sportartikelhersteller Under Armour zeigt erstmals seit Monaten Anzeichen der Stabilisierung. Nach einem unerwarteten bereinigten Quartalsgewinn hebt das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 an. Die Aktie reagiert vorbörslich mit einem Plus.
Im dritten Quartal erzielte Under Armour einen Umsatz von 1,33 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten hatten mit einem stärkeren Minus gerechnet.
Überraschend war das bereinigte Ergebnis: Neun Cent Gewinn je Aktie, während der Markt mit einem Verlust von zwei Cent gerechnet hatte. Für das Gesamtjahr wird nun ein Gewinn von zehn bis elf Cent je Aktie erwartet.
Der Umsatz soll um rund vier Prozent auf knapp fünf Milliarden Dollar sinken, statt der zuvor erwarteten fünf Prozent. Trotz der verbesserten Aussichten bleibt die Restrukturierung kostspielig.
Under Armour erwartet nun einen operativen Verlust von 154 Millionen Dollar für das Gesamtjahr, bedingt durch zusätzliche Aufwendungen der strategischen Neuausrichtung.
Die Aktie, die in den letzten zwölf Monaten 40 Prozent an Wert verloren hatte, legte vorbörslich um vier Prozent zu. Investoren honorieren die operativen Fortschritte trotz bestehender Herausforderungen.
Die angehobene Prognose und der Quartalsgewinn deuten auf verbesserte Kostenkontrolle und stabilere Nachfrage hin. Doch die Restrukturierungskosten zeigen, dass der Turnaround noch nicht abgeschlossen ist.
Für Anleger bleibt die Aktie eine Wette auf die nachhaltige Erholung einer Marke, die sich im globalen Wettbewerb neu positionieren muss.