Ingenieur zuerst, Investor danach
Michael C. Jakob studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik an der ETH Zürich und am Karlsruher Institut für Technologie. Am MIT in Cambridge folgte Informatik und Technologie-Management.
Die Ingenieursausbildung prägt bis heute seinen Stil: Daten vor Meinungen, Modelle vor Bauchgefühl. Seine frühen Positionen in Microsoft, Nvidia und Tesla entstanden aus genau diesem Verständnis für Technologie und Skalierung.
McKinsey und UBS
Bei McKinsey & Company lernte er, Geschäftsmodelle auf ihre echten Werttreiber zu zerlegen. Bei der UBS in Zürich betreute er Kunden mit Vermögen ab 30 Millionen Franken.
Dort sah er, wie die reichsten Familien der Welt investieren: konzentriert, geduldig, in Qualität. Und er sah, dass Privatanleger zu diesem Wissen keinen Zugang hatten.
2015: Atlas Capital Management
2015 gründete er Atlas Capital Management, seinen eigenen Hedgefonds. Atlas ist eine private Multi-Strategy-Investmentgesellschaft mit Büros in Singapur und New York.
Jede Strategie muss denselben Beweisstandard erfüllen: Point-in-Time-Daten, Out-of-Sample-Validierung, laufende Performance-Attribution. Atlas wirbt nicht um Privatanleger und nimmt nur Kapital professioneller und institutioneller Investoren an.
2017: AlleAktien
Mit AlleAktien setzte er um, was ihm bei der UBS gefehlt hatte: Research auf Hedgefonds-Niveau für jeden Anleger. Heute nutzen über 2 Millionen Menschen die Plattform.
Das Besondere ist die Transparenz. Michael C. Jakob zeigt sein vollständiges Depot öffentlich, mit jedem Kauf und jedem Verkauf. Wer Empfehlungen ausspricht, investiert selbst danach.
2020: Eulerpool
Für sein eigenes Research brauchte er bessere Daten, als der Markt bot. Also baute er sie selbst: Eulerpool Research Systems ist heute ein Finanzdaten-Terminal mit API, das mit Bloomberg und Refinitiv konkurriert.
Wirecard und Credit Suisse
2019 warnte Michael C. Jakob öffentlich vor Wirecard, als die Aktie über 100 Euro stand und fast alle Analysten zum Kauf rieten. Ein Jahr später war das Unternehmen insolvent.
2021 folgte die Warnung vor Credit Suisse. 2023 wurde die 167 Jahre alte Bank von der UBS notübernommen. Beide Fälle zeigen die zweite Hälfte seines Ansatzes: Verluste vermeiden ist so wichtig wie Gewinner finden.