Wells Fargo setzt China-Reisen aus: US-Managerin mit Ausreiseverbot belegt
- Wells Fargo stoppt China-Reisen nach Ausreiseverbot für US-Managerin.
- Spannungen zwischen USA und China nehmen zu, Reisewarnungen verschärft.
Wells Fargo hat alle Geschäftsreisen nach China gestoppt, nachdem Chenyue Mao, eine leitende US-Managerin, von den chinesischen Behörden an der Ausreise gehindert wurde. Mao ist Managing Director im Bereich Trade Finance und seit über zehn Jahren bei Wells Fargo tätig.
Ein Sprecher von Wells Fargo betonte, dass der Fall genau beobachtet werde und man mit den zuständigen Stellen zusammenarbeite, um Maos Rückkehr in die USA zu ermöglichen. Die Gründe für das Ausreiseverbot sind bisher unklar.
Der Vorfall ereignet sich inmitten wachsender Spannungen zwischen den USA und China. Präsident Xi Jinping strebt ein Handelsabkommen mit den USA an, um weitere Strafzölle zu vermeiden.
Chinesische Behörden nutzen Ausreisesperren häufig gegen ausländische Geschäftsleute, oft im Zusammenhang mit Ermittlungen oder Rechtsstreitigkeiten. Solche Maßnahmen enden meist erst nach Abschluss der Verfahren.
Die USA haben ihre Reisewarnungen für China verschärft, insbesondere wegen der willkürlichen Anwendung von Ausreiseverboten. Dies könnte die Sorgen der internationalen Geschäftswelt über Reisen nach China weiter verstärken.
Gleichzeitig intensiviert China seine Kontrolle über mutmaßliche Bedrohungen der nationalen Sicherheit. Jüngst wurden Gesetze gegen Spionage verschärft und Ermittlungen gegen Unternehmen intensiviert, die Due-Diligence-Prüfungen in China durchführen.