Warren Buffett reduziert Beteiligung an Davita trotz solider Gewinne
- Warren Buffett reduziert seine Beteiligung an Davita trotz solider Gewinne und Milliardenbewertung.
- Der Aktienkurs von Davita steht unter Druck aufgrund steigender Kosten und juristischer Risiken.
Warren Buffett zieht sich weiter aus seiner Beteiligung am US-Gesundheitskonzern Davita zurück. Zwischen dem 22. und 27. Mai verkaufte Berkshire Hathaway 200.000 Aktien im Wert von knapp 28 Millionen Dollar. Bereits am 8. Mai wurden 1,15 Millionen Aktien verkauft.
Insgesamt hat Buffett seine Davita-Position im laufenden Jahr um rund sechs Prozent reduziert. Mit etwa 34 Millionen verbleibenden Aktien bleibt das Engagement signifikant, doch der schrittweise Rückzug ist unübersehbar. Seit dem Einstieg 2011 hat sich der Aktienkurs bis Anfang 2024 nahezu verfünffacht.
Davita ist die zehntgrößte Position im Berkshire-Portfolio. Der Konzern betreibt weltweit über 3000 Dialysezentren. Im ersten Quartal übertraf Davita mit einem Gewinn von 2 Dollar je Aktie die Analystenerwartungen, doch der Aktienkurs steht unter Druck.
Der Kursverlust von fast 30 Prozent seit Februar liegt weniger an der Geschäftsentwicklung als an steigenden Kosten und einem juristischen Risiko. Eine US-Gewerkschaftskasse verklagte Davita wegen angeblicher illegaler Marktaufteilung. Der Fall wird vor einem Bundesgericht in Colorado verhandelt.
Investoren reagieren zurückhaltend. Nur einer von zehn Analysten rät zum Kauf der Aktie, während acht auf „halten“ und einer auf „verkaufen“ setzen. TD Cowen und Truist Securities haben ihre Kursziele gesenkt, der Konsens liegt bei 164,50 Dollar.
Buffett selbst bleibt stumm. Doch seine Verkaufsbilanz ist eindeutig: Seit sechs Quartalen überwiegen bei Berkshire die Verkäufe gegenüber Zukäufen – ein mögliches Indiz für ein zunehmend vorsichtiges Marktumfeld.