Valeo unter Druck: Stornierte Bestellungen und Kurssturz um 12 Prozent
- Valeo kämpft mit stornierten Bestellungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro.
- Die Aktie fiel um 12 Prozent, größter Verlust seit März 2020.
Der französische Autozulieferer Valeo steht vor Herausforderungen. Kunden stornierten im letzten Jahr Bestellungen im Wert von 7,3 Milliarden Euro, was etwa 10 Prozent des Auftragseingangs der Jahre 2022 und 2023 entspricht. Neue Aufträge wurden verschoben, da Automobilhersteller ihre Modellpaletten überdenken.
Diese Unsicherheiten spiegeln sich in den Geschäftszahlen wider. Der Auftragseingang von Valeo halbierte sich nahezu, von 34,9 Milliarden Euro im Jahr 2023 auf 17,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Trotz der aktuellen Zurückhaltung erwartet das Unternehmen eine Erholung der Bestellungen im laufenden Jahr.
Die Reaktion der Anleger war drastisch. Die Valeo-Aktie verlor am Freitagmorgen 12 Prozent an Wert, was den größten Tagesverlust seit März 2020 darstellt. Operativ konnte Valeo seine Marge leicht steigern, trotz eines Umsatzrückgangs von 0,5 Prozent auf 21,49 Milliarden Euro im Jahr 2024.
Die operative Marge wuchs von 3,8 auf 4,3 Prozent. Für 2025 rechnet Valeo mit einem Umsatz zwischen 21,5 und 22,5 Milliarden Euro und einer Marge zwischen 4,5 und 5,5 Prozent. Diese Prognosen zeigen, dass Valeo trotz der aktuellen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft blickt.