US-Zölle belasten europäische Märkte: Autohersteller stark betroffen
- US-Zölle setzen europäische Märkte unter Druck, besonders Autohersteller betroffen.
- Der Euro schwächt sich ab, nachdem neue Handelsmaßnahmen angekündigt wurden.
Die Ankündigung neuer US-Zölle auf europäische Importe hat die Aktienmärkte in Europa unter Druck gesetzt. Besonders die Automobilhersteller sind betroffen, nachdem US-Präsident Donald Trump 25 Prozent Einfuhrzoll auf europäische Waren angekündigt hat.
Der Stoxx Europe 600 Index fiel um 0,5 Prozent, während der DAX um 1,2 Prozent nachgab. Der französische CAC 40 verlor ebenfalls 0,5 Prozent. Besonders stark betroffen sind Volkswagen, Mercedes-Benz, Porsche und Stellantis mit deutlichen Kursverlusten.
Analysten warnen, dass die Strafzölle europäische Exporte in die USA verteuern und die Margen der Hersteller belasten könnten. Emmanuel Cau von Barclays bezeichnete die Ankündigungen als Realitätsschock für die europäische Autoindustrie.
Ferrari verlor 7,9 Prozent, nachdem die Agnelli-Familienholding den Verkauf von Anteilen im Wert von drei Milliarden Euro ankündigte. Auch der Logistikkonzern AP Møller-Maersk verzeichnete ein Minus von 1,5 Prozent.
Neben den EU-Zöllen kündigte Trump eine 10-prozentige Abgabe auf Importe aus China an. Geplante Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada sollen am 4. März in Kraft treten.
Die Märkte reagierten nicht nur mit Kursverlusten, sondern auch mit Währungsbewegungen. Der Euro fiel um 0,7 Prozent auf 1,0411 US-Dollar.