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US-Zölle beflügeln Secondhand-Markt: ThredUp und OfferUp profitieren

  • US-Zölle belasten Einzelhandel, Secondhand-Plattformen profitieren.
  • ThredUp und OfferUp verzeichnen Kursgewinne, da sie Zölle umgehen.

Die von Präsident Trump verhängten Importzölle belasten den US-Einzelhandel, während Secondhand-Plattformen wie ThredUp und OfferUp Kursgewinne verzeichnen. ThredUp-Aktien stiegen seit April um 31 Prozent, Savers Value Village um 22 Prozent.

Secondhand-Anbieter umgehen die Zölle, da sie gebrauchte Waren aus US-Haushalten verkaufen. Alon Rotem von ThredUp betont, dass alle Artikel aus amerikanischen Kleiderschränken stammen.

Die Zölle könnten laut Yale Budget Lab die jährlichen Konsumausgaben pro Haushalt um 4700 Dollar erhöhen. Kleidung und Spielwaren sind besonders betroffen, da sie stark importabhängig sind.

Secondhand könnte als antizyklischer Gewinner hervorgehen. Analyst Simeon Siegel sieht Vorteile, wenn Verbraucher bei Neupreisen sparen müssen. Der Markt wuchs bereits 2024 um 30 Prozent auf 50 Milliarden Dollar.

Die Wahrnehmung von Gebrauchtem hat sich gewandelt. Junge, umweltbewusste Käufer beschleunigen den Stigmaverlust. Analyst Dylan Carden sieht in Trumps Zollpolitik einen zusätzlichen Schub für den wachsenden Markt.

Die Branche ist jedoch nicht immun. Shawn Carter vom Fashion Institute of Technology warnt, dass in einer Rezession das Angebot an gut erhaltener Ware sinken könnte.

OfferUp erwartet steigende Nachfrage, da Menschen in Krisenzeiten häufiger Artikel verkaufen, um liquide zu bleiben. Inflationserwartungen könnten den Anbietern Preissetzungsspielräume eröffnen.

In Kanada und Australien könnten Zölle die Nachfrage negativ beeinflussen, während das US-Geschäft robust bleibt. ThredUp-Chef James Reinhart sieht in steigenden Preisen für Neuware Rückenwind für Secondhand-Plattformen.

Quelle: Eulerpool Research Systems