Die USA stehen mit mehr als 37 Billionen Dollar Staatsschulden unter massivem Druck. Präsident Donald Trump versucht, die Notenbank Fed stärker unter Kontrolle zu bringen – ein riskanter Kurs mit weltweiten Folgen.
Trump geht offen auf Konfrontation mit Fed-Chef Jerome Powell. Er beschimpft ihn öffentlich, droht mit Absetzungen und will das Entscheidungsgremium der Fed mit loyalen Gefolgsleuten besetzen. Damit geht es nicht mehr um klassische Einflussnahme, sondern um die strukturelle Entmachtung der Zentralbank.
Die US-Staatsverschuldung liegt bei 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung – ein Niveau wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Allein die Zinskosten übersteigen inzwischen das Verteidigungsbudget. Moody’s entzog den USA das Triple-A-Rating, Ökonomen warnen vor einer Abwärtsspirale.
Um den Schuldendienst stemmen zu können, wäre die Fed gezwungen, Staatsanleihen massiv aufzukaufen. Das Risiko: steigende Inflation. EZB-Chefin Christine Lagarde spricht von einer „ernsten Gefahr“ für die Weltwirtschaft. Schon jetzt reagieren Investoren mit höheren Renditeforderungen – auch in Europa.
Die Finanzmärkte haben in der Vergangenheit bereits Regierungen wie Liz Truss in Großbritannien oder Silvio Berlusconi in Italien gestürzt. Trump versucht, dieses Risiko auszuschalten, indem er die Fed auf Linie bringt. Doch je mehr politische Einflussnahme, desto größer der Vertrauensverlust in die Notenbank.
Die steigenden US-Zinsen ziehen auch europäische Anleihemärkte nach oben. Angesichts hoher Schulden in Frankreich und Italien wächst die Sorge, dass auch hier Inflation am Ende zum politischen Werkzeug wird. Die Unabhängigkeit der Notenbanken steht damit weltweit unter Druck.




