US-Justizministerium veröffentlicht Millionen Seiten zu Epstein-Ermittlungen
- US-Justizministerium veröffentlicht über drei Millionen Seiten zu Epstein-Ermittlungen.
- Dokumente sollen zur Aufklärung beitragen, Kritiker bemängeln mangelnde Transparenz.
Der Fall Jeffrey Epstein bleibt ein brisantes Thema in den USA. Das US-Justizministerium hat über drei Millionen Dokumentenseiten aus den Ermittlungen gegen Epstein veröffentlicht. Diese Veröffentlichung ist außergewöhnlich umfangreich und soll zur Aufklärung beitragen.
Stellvertretender Justizminister Todd Blanche gab bekannt, dass die Dokumente auf der Website des US Department of Justice zugänglich sind. Sie stammen aus verschiedenen Ermittlungsverfahren und wurden zuvor zurückgehalten.
Regierungskreise bezeichnen dies als eine der größten Aktenfreigaben in der Geschichte des Ministeriums. Einige Dokumente waren intern gesperrt, andere mussten aus Opferschutzgründen geprüft werden.
Die Offenlegung wurde durch ein Gesetz ausgelöst, das von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde. Der Kongress forderte das Justizministerium auf, alle Erkenntnisse aus den Epstein-Ermittlungen offenzulegen.
Das Gesetz betrifft auch Ghislaine Maxwell, Epsteins langjährige Partnerin. Sie verbüßt eine 20-jährige Haftstrafe wegen Rekrutierung minderjähriger Opfer für Epstein.
Eine Frist zur vollständigen Aktenveröffentlichung wurde zunächst verpasst. Das Justizministerium erklärte, dass Hunderte Juristen die Unterlagen sichten und sensible Passagen schwärzen.
Kurz vor Weihnachten wurden Zehntausende Seiten veröffentlicht, viele davon bereits bekannt oder geschwärzt. Kritiker bemängeln, dass die Transparenz eher formell als aufklärend ist.
Überlebende des Missbrauchs fordern seit Jahren eine umfassende Aufarbeitung des Epstein-Komplexes. Der Fall steht für das Versagen von Justiz, Politik und Eliten im Umgang mit sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige.
Epstein wurde 2019 tot in seiner Zelle gefunden. Die Umstände seines Todes und mögliche Mitwisser sind weiterhin Gegenstand von Spekulationen und Debatten.
Ob die neuen Dokumente neue Erkenntnisse bringen oder geschwärzt sind, bleibt offen. Der Druck auf die US-Justiz wächst, und der Epstein-Komplex wird zur Vertrauensfrage für den Rechtsstaat.