American Express: Solide Zahlen, aber Aktie unter Druck
- American Express verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von zehn Prozent.
- Die Aktie geriet unter Druck aufgrund höherer Rückstellungen und politischer Unsicherheiten.
American Express verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von zehn Prozent auf 19 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn stieg um 13 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Auf Jahressicht wuchs der Gewinn um sieben Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar.
Im Vergleich zu Visa und Mastercard fällt das Wachstum von American Express geringer aus. Beide Konkurrenten profitierten stärker von der Konsumfreude der US-Verbraucher.
Ein wesentlicher Dämpfer ist die Risikovorsorge. American Express stellte 1,4 Milliarden Dollar für mögliche Kreditausfälle zurück, mehr als im Vorjahr. Dies liegt an der Doppelrolle als Zahlungsabwickler und Kreditgeber.
Die Aktie reagierte mit einem Kursverlust von knapp drei Prozent auf 348 Dollar. Die Doppelrolle wird in einem Umfeld steigender finanzieller Belastung kritisch bewertet.
American Express positioniert sich im Premiumsegment und richtet sich an zahlungskräftige Kunden. Diese Strategie sorgt für stabile Margen, birgt aber Risiken bei nachlassender Ausgabenfreude oder steigendem regulatorischen Druck.
Zusätzliche Unsicherheit bringt die politische Debatte. US-Präsident Donald Trump plant, Kreditkartenzinsen auf maximal zehn Prozent zu begrenzen. Dies könnte die Zinserträge von Anbietern wie American Express erheblich reduzieren.
American Express liefert ordentliche Zahlen, doch der Markt blickt nach vorne. Höhere Rückstellungen, politischer Gegenwind und schwächeres Wachstum im Vergleich zu reinen Zahlungsnetzwerken belasten die Aktie.
Für Anleger bleibt Amex ein Qualitätswert, jedoch mit erhöhten regulatorischen Risiken und Konjunkturabhängigkeit.