US-Handelsdefizit im November auf Rekordhoch: Auswirkungen auf Wirtschaftswachstum erwartet
- US-Handelsdefizit im November um 94,6% gestiegen, stärkster Anstieg seit 1992.
- Wachstumsprognosen für Q4 2025 gesenkt, Importe steigen, Exporte sinken.
Das US-Handelsdefizit stieg im November um 94,6 Prozent auf 56,8 Milliarden US-Dollar. Dies ist der stärkste Anstieg seit März 1992, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte.
Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg auf 40,5 Milliarden Dollar gerechnet. Der überraschende Anstieg folgt auf ein Defizit im Oktober, das den niedrigsten Stand seit 2009 erreichte.
Im Vergleich zum Vorjahr ist das Defizit um vier Prozent höher. Dies könnte das Wirtschaftswachstum dämpfen, da höhere Nettoimporte in der BIP-Formel negativ wirken.
Volkswirte passen ihre Prognosen für das vierte Quartal 2025 an. Die Federal Reserve Bank of Atlanta senkte ihre Wachstumsprognose von 5,4 auf 4,2 Prozent.
Die Defizit-Ausweitung resultiert aus steigenden Importen und rückläufigen Exporten. Importe stiegen um fünf Prozent auf 348,9 Milliarden Dollar, besonders bei Kapitalgütern und Konsumgütern.
Exporte sanken um 3,6 Prozent auf 292,1 Milliarden Dollar. Besonders betroffen sind Industriegüter und Rohstoffe.
Für Präsident Trump kommen die Zahlen ungünstig, da er kürzlich die Stärke der US-Wirtschaft lobte. Das gestiegene Defizit könnte den Vorsprung der US-Wirtschaft schmälern.
Der Novemberwert zeigt die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von Importen, besonders in Technologie und Pharma. Der Exportrückgang könnte in unsicheren Zeiten problematisch werden.
Ein anhaltender Trend könnte das Wachstum belasten und handelspolitische Spannungen hervorrufen. Das Handelsdefizit birgt erhebliches Konfliktpotenzial.