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Union und AfD gleichauf: Politische Verschiebungen in Deutschland

  • Union und AfD erreichen in einer Insa-Umfrage jeweils 26 Prozent.
  • Die Regierungskoalition stabilisiert sich auf Umfrageebene mit 41,5 Prozent.

Die politische Landschaft in Deutschland erlebt eine bemerkenswerte Veränderung. Erstmals seit dem Spätsommer 2025 erreicht die Union in einer aktuellen Insa-Umfrage denselben Wert wie die AfD. Beide Parteien kommen auf 26 Prozent.

CDU und CSU gewinnen im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu. Die Union zieht damit mit der AfD gleich, die unverändert bei 26 Prozent bleibt. Diese Entwicklung markiert eine Trendwende nach einer Phase relativer Schwäche der Union.

Für Bundeskanzler Friedrich Merz kommt der Aufschwung zu einem symbolisch günstigen Zeitpunkt. Er hatte kürzlich für wirtschaftspolitische Stabilität und Investitionssicherheit geworben – Themen, die offenbar wieder stärker in den Fokus der Wählerschaft rücken.

Auch die SPD kann zulegen und erreicht 15,5 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit November. Die Regierungskoalition stabilisiert sich damit auf Umfrageebene und kommt zusammen auf 41,5 Prozent.

Die Grünen bleiben stabil bei 11,5 Prozent. Eine strukturelle Verschiebung im Mitte-Links-Spektrum ist derzeit nicht erkennbar. Kritischer ist die Lage für die FDP, die auf drei Prozent fällt und damit unter der Fünf-Prozent-Hürde bleibt.

Linke und BSW verlieren jeweils einen halben Prozentpunkt. Die Linke steht bei zehn Prozent, das BSW bei vier Prozent. Die Kategorie „Sonstige“ bleibt unverändert bei vier Prozent.

Für Investoren und Unternehmen sind diese Verschiebungen mehr als parteitaktische Momentaufnahmen. Ein stabilisierter Kanzler und eine erstarkte Koalition können Reformvorhaben mit größerer politischer Legitimation vorantreiben.

Die AfD bleibt als gleichstarke Kraft ein struktureller Faktor im politischen System. Die Fragmentierung des Parteiensystems erschwert langfristige Mehrheitsplanungen, was für Kapitalmärkte und internationale Investoren von Bedeutung ist.

Die Insa-Umfrage basiert auf einer Befragung von 2.006 Wahlberechtigten. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt bei rund 2,5 Prozentpunkten. Wahlumfragen sind mit Unsicherheiten behaftet und bilden nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab.

Dennoch sendet die aktuelle Erhebung ein klares Signal: Das politische Kräfteverhältnis in Deutschland ist in Bewegung. Für Regierung, Opposition und Märkte beginnt eine neue Phase strategischer Neujustierung.

Quelle: Eulerpool Research Systems