Bitcoin im freien Fall: Kryptomarkt unter Druck
- Bitcoin verliert in wenigen Tagen fast zwölf Prozent und notiert bei rund 76.000 Dollar.
- Der Kryptomarkt steht unter Druck, die Marktkapitalisierung fiel auf 2,7 Billionen Dollar.
Der Kryptomarkt erlebt einen rasanten Ausverkauf. Bitcoin hat in wenigen Tagen fast zwölf Prozent verloren und notiert bei rund 76.000 Dollar. Auch andere Digitalwährungen wie Ether und Solana stehen unter Druck. Die Marktkapitalisierung fiel auf 2,7 Billionen Dollar.
Die Dynamik der Abwärtsbewegung ist selbst für den volatilen Kryptomarkt bemerkenswert. Vor wenigen Wochen notierte Bitcoin noch über 96.000 Dollar. Die Erholung war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Kryptowährung verzeichnet den vierten Verlustmonat in Folge.
Der Rückgang ist Teil einer breiteren Neubewertung von Risikoanlagen. Matt Howells-Barby von Kraken verweist auf die Nervosität der Anleger. Hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz ohne entsprechende Gewinne verstärken die Unsicherheit. Investoren reduzieren ihre Risikobereitschaft.
Bemerkenswert ist, dass Bitcoin derzeit nicht im Gleichklang mit Technologiewerten läuft. Während Aktienmärkte zulegen, rutschen digitale Assets weiter ab. Auch klassische Alternativen wie Gold und Silber bieten keine Unterstützung.
Seit Mitte Oktober befindet sich Bitcoin im Korrekturmodus. Nach einem Flash-Crash am 10. Oktober gelang keine nachhaltige Erholung. Gegenüber dem Allzeithoch hat der Kurs rund 40 Prozent verloren. Marktbeobachter warnen, dass der Boden noch nicht erreicht sein muss.
Analysten wie Alex Kuptsikevich von FxPro halten einen Rückgang auf 70.000 Dollar für realistisch. Die Zone um 74.500 Dollar gilt als wichtige Unterstützung. Sollte diese Marke unterschritten werden, sehen viele Analysten weiteres Abwärtspotenzial.
Die aktuelle Schwäche trifft Bitcoin auch auf der narrativen Ebene. Befürworter sehen ihn als digitales Gold, als Absicherung gegen Krisen. Der Kursverlauf spricht derzeit eine andere Sprache. Bitcoin verhält sich wie ein klassisches Hochrisiko-Asset.
Der Bitcoin steht vor einer Bewährungsprobe. Die jüngste Verkaufswelle zeigt, wie fragil das Vertrauen der Anleger ist. Sollte es nicht gelingen, zentrale Unterstützungsmarken zu verteidigen, droht eine weitere Eskalation der Korrektur.
Für Investoren bedeutet das vor allem eines: Vorsicht. Der Markt hat noch keine klare Richtung gefunden. Ob sich Bitcoin stabilisiert oder in einen Meltdown rutscht, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.