Trumpf reduziert Stellen aufgrund von Auftragsrückgang
- Trumpf plant den Abbau von weltweit rund 1000 Stellen aufgrund von Auftragsrückgang.
- Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2023/24 um 3,6 Prozent, das EBIT um 18,6 Prozent.
Der Maschinenbauer Trumpf plant den Abbau von weltweit rund 1000 Stellen. Allein am Stammsitz in Ditzingen bei Stuttgart sind 430 Arbeitsplätze betroffen. Auch die Werke in Gerlingen, Höfingen und Hettingen sind involviert. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen.
Im Geschäftsjahr 2023/24 sank der Umsatz um 3,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Das EBIT fiel um 18,6 Prozent auf 500 Millionen Euro. Der Auftragseingang ging um zehn Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zurück, was die Erwartungen verfehlte.
CEO Nicola Leibinger-Kammüller nennt Investitionszurückhaltung in Schlüsselbranchen als Grund. Besonders die Halbleiterfertigung und Präzisionsindustrie sind betroffen. Ein Sprecher betont, dass Trumpf der globalen Konjunkturschwäche nicht entkommen kann.
Bereits im Vorjahr startete Trumpf ein Sparprogramm. Geschäftsreisen, externe Beratung und variable Vergütungen wurden gekürzt. Im Herbst 2023 folgten reduzierte Arbeitszeiten und Gehaltseinbußen am Hauptsitz.
Paradox erscheint der Stellenabbau angesichts des Beschäftigungswachstums. Im Geschäftsjahr 2023/24 stellte Trumpf über 650 neue Mitarbeiter ein. Ende Juni beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 19.000 Menschen, davon über 9500 in Deutschland.
Trumpf ist ein technischer Vorreiter in der Lasertechnologie und Werkzeugmaschinen. Die zyklische Abhängigkeit von der Industrie trifft das Unternehmen hart. Die strukturelle Anpassung ist nicht nur eine Reaktion auf schwache Zahlen, sondern Ausdruck einer grundlegenden Neuausrichtung.