Für Ford, General Motors und Co. ist die Verlängerung ein wichtiges Signal der Stabilität – und ein klarer Hinweis darauf, dass Trump im Wahljahr 2026 auf den Schulterschluss mit der Industrie setzt.
US-Präsident Donald Trump hat die Zollvergünstigungen für in den USA produzierte Autos mit importierten Bauteilen bis 2030 verlängert – und damit der heimischen Autoindustrie eine dringend benötigte Atempause verschafft. Hersteller wie Ford und General Motors hatten zuvor vor Wettbewerbsnachteilen durch hohe Importzölle gewarnt.
Autobauer können weiterhin bis zu 3,75 Prozent des Verkaufspreises ihrer Fahrzeuge als Erstattung erhalten. Ursprünglich sollte die Regelung 2027 auslaufen und der Vergütungssatz auf 2,5 Prozent sinken. Die Maßnahme gleicht die Belastung aus, die durch Trumps 25-Prozent-Zölle auf importierte Fahrzeuge und Bauteile entstanden ist.
Zugleich kündigte Trump neue Importzölle auf Lastwagen und Busse an – 25 Prozent für Trucks und deren Bauteile, zehn Prozent für Busse. Hersteller erhalten auch hier eine Rückerstattung von 3,75 Prozent, sofern die Fahrzeuge in den USA produziert werden. Der Präsident begründete den Schritt mit dem Schutz heimischer Arbeitsplätze: „43 Prozent der in den USA verkauften Lastwagen sind importiert – das ändern wir jetzt.“
Mit der Entscheidung kommt Trump den großen US-Herstellern entgegen, die sich besonders über den Japan-Deal beschwert hatten. Dort gilt ein Zollsatz von nur 15 Prozent – zum Ärger der US-Autoindustrie, deren Fahrzeuge oft einen hohen Anteil importierter Komponenten enthalten.




