Trump verhängt massive Strafzölle auf EU-Importe: Drohende Handelseskalation
- Trump kündigt 50 Prozent Strafzölle auf EU-Importe an, um „unfaire Handelspraktiken“ zu sanktionieren.
- Europäische Börsen reagieren negativ, EU plant Gegenmaßnahmen im Wert von 21 Milliarden Euro.
Der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU verschärft sich. US-Präsident Donald Trump kündigte an, ab dem 1. Juni 2025 pauschal 50 Prozent Zoll auf alle EU-Importe zu erheben. Dies soll „unfaire Handelspraktiken“ der EU sanktionieren.
Die EU-Kommission hatte zuvor auf Dialog gesetzt. Handelskommissar Maroš Šefčovič betonte, dass Handel auf Respekt basieren müsse. Die Maßnahme übertrifft das bisherige Strafzollniveau deutlich. Im April hatte Washington bereits eine 20-Prozent-Abgabe eingeführt.
Europäische Börsen reagierten negativ: Stellantis verlor 4,6 Prozent, Deutsche Bank 4,2 Prozent. Der Stoxx Europe 600 schloss 0,9 Prozent im Minus. Auch US-Märkte gerieten unter Druck. Der S&P 500 sank um 0,7 Prozent.
Ökonomen warnen vor schwerwiegenden Konsequenzen. Capital Economics prognostiziert, dass der neue Zollsatz das deutsche BIP über drei Jahre um bis zu 1,7 Prozent drücken könnte. Austan Goolsbee von der Chicago Fed sieht ein „ernstes Risiko für globale Lieferketten“.
Brüssel plant eine Antwort: Ein Maßnahmenpaket von 21 Milliarden Euro mit Zöllen auf US-Produkte wie Mais und Motorräder wurde genehmigt. Eine zweite Liste im Umfang von 95 Milliarden Euro wird geprüft. Die wirtschaftliche Stabilität Europas ist gefährdet.