Trump droht mit Abbruch der Friedensverhandlungen: Anerkennung der Krim-Annexion gefordert
- Trump fordert von Selenskyj die Anerkennung der Krim-Annexion.
- Europäische Partner befürchten Druck auf Kiew für territoriale Zugeständnisse.
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kritisiert und ihm die Verantwortung für stockende Friedensverhandlungen mit Russland zugeschrieben. Selenskyjs Weigerung, die russische Annexion der Krim anzuerkennen, sei laut Trump „sehr schädlich“ für die Gespräche.
Trump erklärte, die Krim sei „vor Jahren verloren gegangen“ und kein Diskussionsthema mehr. Er betonte, Russland sei verhandlungsbereit, während Selenskyj als schwieriger Verhandlungspartner gelte. Diese Aussagen folgten auf einen US-Friedensvorschlag, der die Anerkennung russischer Kontrolle über die Krim vorsieht.
Selenskyj bekräftigte in Kiew, dass eine juristische Anerkennung der Annexion für die Ukraine „nicht infrage“ komme. Laut ukrainischem Verfassungsrecht sei die Krim Teil des Staatsgebiets. Trumps Äußerungen markieren eine Kehrtwende in seiner Haltung gegenüber Selenskyj.
Das ukrainische Militär berichtete von neuen russischen Drohnenangriffen. Selenskyjs Stabschef Andrij Jermak warf Moskau vor, nur an Zerstörung interessiert zu sein. Ein US-Offizieller deutete an, dass Trump Sekundärsanktionen gegen Länder verhängen wolle, die russisches Öl kaufen.
Großbritannien, Frankreich und Deutschland versuchten, ein Verhandlungsfenster mit ukrainischen Vertretern auszuloten. Selenskyj bekräftigte auf Telegram die Hoffnung auf einen „dauerhaften Frieden“ unter Einhaltung der ukrainischen Verfassung.
Hinter den Kulissen wird deutlich, dass Washingtons Position sich verhärtet. Europäische Partner befürchten, dass Kiew unter Druck gerät, territoriale Zugeständnisse zu machen. Selenskyj lehnt eine formelle Anerkennung ab, um das Völkerrecht nicht zu unterminieren.