Thyssenkrupp-Umbau: IG Metall warnt vor 20.000 Stellenverlusten
- IG Metall warnt vor 20.000 Stellenverlusten bei Thyssenkrupp.
- Umbaupläne von Konzernchef López stoßen auf Kritik.
Die geplante Verselbstständigung der Sparten bei Thyssenkrupp könnte laut IG Metall rund 20.000 Arbeitsplätze gefährden. Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, kritisiert die Pläne von Konzernchef Miguel López scharf.
López plant, die Sparten des Industriekonzerns zu verselbstständigen, teilweise zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Ziel ist die Umwandlung in eine strategische Führungsholding mit Mehrheitsbeteiligungen an den operativen Einheiten.
IG Metall fordert mehr Transparenz und ein klares Bekenntnis zu den Standorten und Beschäftigten. Kerner verlangt von López mehr Offenheit und weniger Börsenrhetorik.
Die Pläne sollen noch in diesem Jahr dem Aufsichtsrat zur Abstimmung vorgelegt werden. Das Stahlgeschäft soll in ein Joint Venture mit EPG überführt werden, weitere Bereiche könnten folgen.
Für die Belegschaft beginnt eine Phase erhöhter Unsicherheit. Der Konzern, der sich seit Jahren im Umbau befindet, will sich erneut tiefgreifend neu erfinden.