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Thyssen-Krupp: Strategische Neuausrichtung und Joint Venture im Stahlgeschäft

  • Thyssen-Krupp plant strategische Neuausrichtung und Joint Venture im Stahlgeschäft.
  • Aktie steigt um über acht Prozent, Analysten gespalten.

Thyssen-Krupp plant eine grundlegende Umstrukturierung. Der Konzern will sich in eine strategische Führungsholding umwandeln und operative Einheiten eigenständiger machen, jedoch Mehrheitsbeteiligungen behalten. Die Maßnahmen sollen dem Aufsichtsrat noch in diesem Jahr zur Entscheidung vorgelegt werden.

Ein zentraler Bestandteil ist die Neuausrichtung des Stahlgeschäfts. Dieses soll in ein 50/50-Joint-Venture mit EPG überführt werden. Die Stahlsparte beschäftigt 16.000 Mitarbeitende und erzielte zuletzt 12,1 Milliarden Euro Umsatz.

Die Börse reagierte positiv: Die Aktie stieg im MDax um über acht Prozent auf 9,35 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie bereits 135 Prozent zugelegt. Analysten sind gespalten: Sechs raten zum Halten, vier zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 8,10 Euro.

Thyssen-Krupp hält am Plan fest, einen Minderheitsanteil der Marinesparte TKMS an die Börse zu bringen. Ein Termin für die außerordentliche Hauptversammlung steht noch aus, könnte aber am 8. August stattfinden.

Mit der Neuaufstellung will Thyssen-Krupp seine Wettbewerbsfähigkeit steigern und Investoren eine klarere Struktur bieten. Der Umbau ist ein weiterer Schritt im Transformationsprozess des Konzerns, der sich von seiner Konglomeratsstruktur verabschiedet.

Quelle: Eulerpool Research Systems