Tesla 2025: Visionen und Realität im Widerspruch – Eine Analyse der Herausforderungen
- 2025 wurde für Tesla-Anleger zur Bewährungsprobe, da wichtige Zusagen unerfüllt blieben.
- Die Glaubwürdigkeit von Musks strategischer Roadmap wird zunehmend infrage gestellt.
Elon Musk gilt als Symbol des technologischen Fortschritts und Optimismus. Doch 2025 wurde für Tesla-Anleger zur Bewährungsprobe. Wichtige Zusagen zu Absatzwachstum, autonomem Fahren und neuen Plattformen blieben unerfüllt, was die Glaubwürdigkeit der strategischen Roadmap infrage stellt.
Nach einem Auslieferungsrückgang 2024 versprach Musk für 2025 eine Trendwende mit 20 bis 30 Prozent Wachstum. Tatsächlich sanken die globalen Tesla-Auslieferungen um 8,5 Prozent auf 1,64 Millionen Fahrzeuge, während der E-Auto-Markt um 25 Prozent wuchs. Tesla verlor Volumen und Marktanteile.
Autonomes Fahren zeigt Musks Überoptimismus deutlich. Für 2025 angekündigt, operiert in Austin nur eine Testflotte von 30 Fahrzeugen mit Sicherheitsfahrern. Die Full-Self-Driving-Software ist in den USA nicht für unbeaufsichtigten Betrieb zugelassen.
Die Serienfertigung des „Cybercab“ wurde auf Ende 2026 verschoben. Der elektrische Schwerlast-Lkw, ursprünglich für 2019 geplant, soll nun 2026 in Serie gehen. Für Flottenkunden und Anleger bleibt Planungssicherheit aus.
Mit Optimus wollte Musk humanoide Roboter in Massenproduktion bringen. 2025 sollten 5.000 Stück produziert werden, doch das Projekt stockt. Interne Bestellungen wurden gestoppt, die Serienreife ist nicht erreicht, eine neue Generation fehlt.
Die Liste geplatzter Zusagen folgt einem bekannten Muster. Für den Kapitalmarkt wird die Frage drängender: Wie belastbar sind die langfristigen Prognosen eines CEOs, dessen kurzfristige Zeitpläne regelmäßig verfehlt werden?
Tesla bleibt technologisch führend, doch 2025 zeigt, dass Innovationskraft allein nicht genügt. Vertrauen entsteht durch Lieferung, nicht Visionen. Elon Musk stellt seine Investoren erneut auf eine Geduldsprobe.