SAP-Aktie unter Druck: KI-Sorgen und EU-Verfahren belasten
- SAP-Aktie verliert über 25% seit Allzeithoch, getrieben von KI-Sorgen und EU-Verfahren.
- Quartalszahlen Ende Januar entscheidend für Vertrauen und zukünftige Ertragsqualität.
Die SAP-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch über ein Viertel an Wert verloren. Hauptgrund sind strukturelle Sorgen, dass Künstliche Intelligenz das traditionelle Lizenz- und Servicegeschäft schneller erodieren könnte als erwartet.
Investoren sind besorgt über die Auswirkungen generativer KI auf die Wertschöpfung traditioneller Softwareanbieter. Die Ertragsqualität von SAP steht im Fokus, da KI die Eintrittsbarrieren senkt und Bewertungsprämien unter Druck geraten.
Operativ bleibt die Cloud-Strategie entscheidend. SAP signalisiert, dass das Cloud-Wachstum am unteren Ende der Prognose liegt, die Profitabilität jedoch stabil bleibt. Die Quartalszahlen Ende Januar werden entscheidend sein.
Ein laufendes Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission belastet zusätzlich. Im Fokus stehen die Wartungs- und Lizenzbedingungen im On-Premise-Geschäft. Mögliche Strafzahlungen sind noch unklar, verstärken jedoch die Risikoaversion.
Charttechnisch befindet sich SAP in einem Abwärtstrend. Eine überzeugende Guidance und robuste Cloud-Zahlen könnten eine Bodenbildung einleiten. Fundamental bleibt SAP stark mit hoher Kundenbindung und wachsendem Cloud-Recurring-Revenue.
Morningstar bewertet SAP mit einem „Wide Moat“ und sieht den fairen Wert über dem aktuellen Kurs. Kurzfristig dominiert jedoch die Unsicherheit. Die Zahlen Ende Januar und der Ausblick für 2026 werden entscheidend sein.