Deutsche Bank setzt auf KI und schließt Filialen: Transformation im Privatkundengeschäft
- Deutsche Bank schließt 100 Filialen und setzt auf KI-gestützte Beratung.
- Transformation zielt auf höhere Profitabilität und Effizienz im Privatkundengeschäft.
Die Deutsche Bank treibt den Strukturwandel im Privatkundengeschäft voran. Bis Ende 2026 sollen rund 100 Filialen geschlossen werden. Der Fokus liegt auf Künstlicher Intelligenz und digitaler Beratung, während persönliche Beratung bei großen finanziellen Entscheidungen erhalten bleibt.
Der Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis betont, dass Filialen nicht ausgedient haben, sondern sich zu Beratungszentren entwickeln sollen. Routineprozesse werden digitalisiert, um Mitarbeitern mehr Zeit für komplexe Beratungen zu geben.
Ein KI-gestützter digitaler Assistent wird 2026 eingeführt. Er soll die App-Nutzung steigern und als Serviceinstrument, Vertriebskanal und Effizienzhebel dienen. Die Bank sieht hier großes Potenzial bei ihren 19 Millionen Privatkunden.
Trotz Digitalisierung setzt die Bank auf ein hybrides Modell. Bei wichtigen Entscheidungen wie Hauskauf oder Altersvorsorge sollen Filialen und Videoberatung zentrale Rollen spielen, um persönliche Beratung zu gewährleisten.
Der Umbau hat personelle Folgen: Der Personalbedarf sinkt durch die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Die Bank setzt auf natürliche Fluktuation, um den Personalabbau zu bewältigen.
Für Anleger bedeutet die Transformation eine höhere Profitabilität im Privatkundengeschäft durch geringere Fixkosten und bessere Kundendurchdringung über digitale Kanäle. Die Bank der Zukunft besteht aus Algorithmen, Beratern und gezielt platzierten Begegnungsorten.