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Airbus-Chef warnt vor geopolitischen Risiken und fordert strategische Eigenständigkeit

  • Airbus-Chef Faury warnt vor geopolitischen Risiken und fordert strategische Eigenständigkeit.
  • Faury betont die Notwendigkeit profitablen Wachstums und finanzieller Reserven für zukünftige Herausforderungen.

Guillaume Faury, CEO von Airbus, hat seine Mitarbeiter auf wachsende geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten vorbereitet. In einem internen Schreiben spricht er von erheblichen logistischen und finanziellen Schäden durch US-Protektionismus und Spannungen zwischen den USA und China.

Faury fordert mehr strategische Eigenständigkeit und einen stärkeren Fokus auf Profitabilität, um im kommenden Technologiewettlauf der Luftfahrt ab den 2030er-Jahren bestehen zu können.

Er verweist auf die Folgen der von Donald Trump verhängten Strafzölle und chinesischen Exportbeschränkungen, die Lieferungen von Triebwerken und Schlüsselkomponenten beeinträchtigen.

Trotz dieser Herausforderungen bescheinigt Faury Airbus für 2025 gute Ergebnisse und hebt zwei Sparten besonders hervor. Die endgültigen Geschäftszahlen werden am 19. Februar veröffentlicht.

Faury mahnt zu mehr operativer Disziplin nach einem großen Software-Rückruf und Verzögerungen bei Rumpfsektionen. Lieferketten bleiben ein Risikofaktor, besonders bei Triebwerkslieferungen von Pratt & Whitney und dem CFM-Joint-Venture.

Strategisch plant Airbus die Entwicklung eines A320-Nachfolgers für die zweite Hälfte der 2030er-Jahre, parallel zu einem erwarteten neuen Boeing-Programm.

Faury betont die Notwendigkeit profitablen Wachstums und finanzieller Reserven, um diese Phase in „olympischer Form“ zu erreichen.

Die Botschaft ist doppeldeutig: Airbus zeigt Widerstandsfähigkeit in einem von Handelskriegen geprägten Umfeld, warnt jedoch vor neuen geopolitischen Risiken, die Kosten, Lieferfähigkeit und Wettbewerbsposition beeinflussen.

Quelle: Eulerpool Research Systems